Meike Werthschukte aus Langscheid erfüllt sich Jugendtraum

Meike Werthschulte Skifahrerin aus Stemel
Meike Werthschulte Skifahrerin aus Stemel
Foto: WP
Meike Werthschulte (48) aus Langscheid fährt mit Ski des früheren Slalom-Weltmeisters Manfred Pranger beim Senioren-Weltcup auf das Podest.

Langscheid.. Sport ist ihr Leben: Meike Werthschulte (48) aus Langscheid ist am vergangenen Wochenende auf das Podest geklettert, das ihr in jungen Jahren verwehrt blieb: Sie ist Siegerin der FIS-Masters im bayrischen Bischofswiesen geworden.

Schon mehrfach hat die gebürtige Stemelerin diesen Senioren-Weltcup des internationalen Skiverbandes bestritten. Doch diesmal hat es endlich geklappt: „Ich war so schnell wie nie zuvor“, berichtet sie überglücklich beim Redaktionsbesuch nach ihrem Coup im Berchtesgadener Land.

Im Slalom hat sie ihre langjährige Konkurrentin Marianne Hoffman um fünf Hundertstel Sekunden geschlagen und sich damit letztlich den Sieg heraus gefahren. Beste aller deutschen Teilnehmer im Feld mit Konkurrenz aus der ganzen Welt war sie ohnehin.

Nicht ganz unschuldig daran waren ihre Ski: „Das waren absolute Renner“, berichtete die Lehrerin an der Realschule Arnsberg. Und sieht den Vorteil, der zum Sieg an der deutsch-österreichischen Grenze geführt hat, im Sauerland: „Es gibt dieses schöne Sprichwort ,Ich kenne einen, der kennt einen’. Das hat mir sehr geholfen, denn Hansi Assmann, der in der Nachfolge den Sportladen von Gerd Baggeroer auf der Wildenwiese führt, hatte Kontakte zu einem Servicemann der Skifirma Völkl, der aus Lippstadt stammt.“ Die beiden sprachen über besseres Material für Meike Werthschulte beim Weltcup. Und dann gab es einige Telefonate kreuz und quer durch die Alpen. Endergebnis: „Einige Tage vor dem Cup hatte ich den original Ski des früheren Slalom-Weltmeisters Manfred Pranger aus Österreich unter den Füßen. Zuvor war schon ein Ski der Olympiasiegerin Julia Mancuso aus den USA im Gespräch gewesen“, erzählt Meike Werthschulte über die schnellen und langen Slalomski. Jetzt wird sie dem Weltmeister von 2009 eine kleine Dankesmail schreiben. Gleichzeitig hofft sie, dass auch in den nächsten Wettbewerben der Ski hält, was er verspricht.

Begonnen hat die sportliche Lehrerin bereits im zarten Alter von 17 Monaten: „Da meine Eltern Skilehrer waren, gehörte dies einfach dazu.“ Es folgten viele Aufenthalte in den Alpen. Ein Armbruch mit 14 Jahren verhinderte dann die Nominierung in die Nationalmannschaft.

Mit 17 Monaten stand sie erstmals auf den Brettern.

 
 

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