Forstinventur am Sorpesee

Langscheid..  193 Waldbesitzer aus der Forstbetriebsgemeinschaft Sundern, mit einer Waldfläche von 1979 ha rings um den Sorpesee verteilt, können jetzt ihre neu erstellte Forstinventur entgegennehmen. Hiermit eröffnet sich für jeden Waldbesitzer die Möglichkeit, über einen Zeitraum von zehn Jahren seine forsttechnischen Maßnahmen zu planen und zu ordnen.

Gestern übergab das Forstplanungsbüro Heuer aus Linnepe das umfangreiche Werk an Vertreter der Waldbesitzer und des Forstamtes. Im Auftrag des Landesbetriebs Wald und Holz hatte zuvor das Forstplanungsbüro Bernhard Heuer den gesamten Besitzstand erfasst. Im Herbst und Winter 2013/14 folgte dann die Waldaufnahme: „Wir gehen dazu in den jeweiligen Wald, messen und bewerten die vorhandenen Bäume und errechnen später mit Formeln und statistischen Werten den Bestand“, so Martin Steilmann vom Forstplanungsbüro.

Kryill einschneidendes Ereignis

Einschneidend für alle Forstbetriebe war der Orkan Kyrill, der am 18. Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über das Sauerland fegte. Kyrill hinterließ eine Schadfläche von über 700 ha. Nach neuesten Erhebungen konnten über 95 Prozent der Waldflächen bis heute wieder aufgeforstet werden. 40 verschiedene Baumarten, u.a. auch der aus Amerika stammende Mammutbaum, sorgen für eine gewünschte Artenvielfalt im Revier. Die Fichte hat ca. 28 Prozent der Fläche verloren, bleibt aber mit 44 Prozent der Gesamtwaldfläche weiterhin die dominierende Baumart. Flächenanteile gewonnen haben, neben zahlreichen heimischen Baumarten andere Nadelhölzer wie die Douglasie sowie verschiedene Tannenarten, die die Fichte im Zuwachs und in der Bestandssicherheit übertreffen. „Wiederaufforstungen mit standortgerechten, tiefwurzelnden Laub- und Nadelholz, oftmals in Mischung, haben ein Fundament für einen stabilen Waldaufbau geschaffen“, so Förster Friedbert Schulte-Schmale vom Landesbetrieb Wald und Holz.

Praxisnahe Anwendung

Jetzt heißt es, den Kulturen durch intensive Bestandspflege den richtigen Wachstumsweg aufzuzeigen. Unter Anleitung von Schulte-Schmale, finden Konzepte und Arbeitsverfahren derzeit praxisnahe Anwendung. Der Wald zeigt sich für die Zukunft bestens aufgestellt, um seine vielseitigen Anforderungen an Klimaänderung, Naturschutz, Erholungswald und Wirtschaftskraft gerecht zu werden.

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