Ein Hauch von Mexico in Sundern

Foto: WP

Sundern/Mexico. Seit Freitagnachmittag hat Sundern etwas, was auch Mexico-City hat: einen kleinen Polizisten, der über die Polizeistation wacht. Verantwortlich dafür ist der 42-jährige Aktionskünstler Ruppe Koselleck aus Münster.

Dem Künstler wurde im Rahmen der Aktion „Blickwechsel” des Kulturbüros Gütersloh die Stadt Sundern zugelost, um dort etwas zu bewegen.

„Ich habe mich in der Innenstadt ein wenig umgesehen. Dabei sind mir gleich mehrere Dinge aufgefallen, die man in das Projekt einbeziehen kann", erzählte Koselleck am Freitag in der Stadtgalerie. Die Aktion in Sunderns Innenstadt hat schon ein Referenzobjekt, in dem Sundern gespiegelt wird: „Am Polizeipräsidium in Mexico-City hängt ein Plakat mit einem Polizisten in 22 Meter Größe. An einer Straßenlaterne davor habe ich vor einigen Wochen ein deutsches Kaugummi angepappt und darauf einen kleinen Polizisten, der ein Croissant kaut, positioniert.”

Geschulter Blick

Mit geschultem Blick suchte sich der frühere Journalist Koselleck am Freitag vor dem Sunderner Polizei(präsidium) einen geeigneten Standort für seinen kleinen Bewacher: Auf einem Stein in der Lore vor der Kornbrennerei fand er ihn: „Lore, Steine, das erinnert doch alles an das karge Mexico”, fand der Aktionskünstler.

Damit ist sein Engagement noch nicht zu Ende. Im Herbst vor dem Stadtfest wird der Münsteraner wiederkommen und noch etliche andere kleine Figuren, sie stammen aus Modelleisenbahn-Angeboten, anbringen. Natürlich dokumentiert Ruppe Koselleck alles und Videos von seinen Aktionen sind auf der Internetplattform youtube zu sehen.

Postkarten aus Sundern

Schon seit einigen Tagen läuft in Santa Cruz und im Frido-Kahlo-Museum in Coyoacan ein anderes Projekt mit Sundern: „In die Kartenständer habe ich Postkarten aus Sundern und den Ortsteilen geschmuggelt. Mal sehen, was daraus wird.” So finden sich Ansichten von Allendorf oder Hellefeld und natürlich von der Johanneskirche dort. „Vielleicht kommt ja so eine Karte zurück nach Sundern”, hofft Uta Koch vom Kulturamt. Ruppe Koselleck lässt Fotos von den Kartenständern bis zum Herbst produzieren. Eine kleine Ausstellung ist dann im September der Abschluss von „Blickwechsel”.

 
 

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