Chancen für die Röhrtalbahn bestätigt

Sonderfahrt mit alten personenwagen auf der Röhrtalbahn bei Sundern
Sonderfahrt mit alten personenwagen auf der Röhrtalbahn bei Sundern
Foto: WR
Eine Enthaltung und zwei FDP-Gegenstimmen gab es im Kreis-Wirtschaftsausschuss für die Reaktivierung der Röhrtalbahn.

Sundern/Meschede.. (ass) Eine gute Nachricht gibt es aus Meschede: Dort stimmte am Dienstag der Kreis-Wirtschaftsausschuss über die weitere Vorgehensweise in Sachen Röhrtalbahn ab. Bei einer Enthaltung und zwei FDP-Gegenstimmen erhielt die Kreisverwaltung den Auftrag, die Ergebnisse von Infrastrukturgutachten und Potenzialanalyse zur Reaktivierung des PNV auf der Röhrtalbahn in den bereits geschlossenen Nahverkehrsplan des NWL einzubringen und eine Beschlussfassung dazu zeitnah herbeizuführen. Die FDP stimmte dagegen, weil aus ihrer Sicht die negativen Folgen von längeren Standzeiten vor geschlossenen Schranken nicht beachtet wurden.

In der Sitzung erläuterte Diplom-Ingenieur Jean-Marc Stuhm vom Büro StadtVerkehr aus Hilden das Gutachten. Er hob nochmals hervor, dass ein Flügelbetrieb mit den Umkehrpunkten Sundern und Dortmund sicherlich attraktiv wäre, aber dass allein in der Anschaffung drei Triebwagen erworben werden müssten, im Pendelverkehr nur einer, Kostenpunkt 2,1 Mio. Euro. Somit wäre diese Form die betriebswirtschaftlichere. Einsparungen ergäben sich durch den ausgedünnteren Busfahrplan bzw. durch den Wegfall von Linien wie des bisherigen Schnellbusses. Generell sah Stuhm Möglichkeiten, den Betrieb mit positiven Ergebnissen zu fahren. Bittere Pille: „Wir stehen ganz am Anfang. Es kann jetzt noch Jahre bis zur Umsetzung dauern.“ Deshalb sei es wichtig, die Strecke nicht zu entwidmen

Der Kreistag entscheidet am Freitag, 16. Dezember.

 
 

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