„Borderline“ heute Thema eines Vortrags

Sundern.  Fachärztin Dr. Ursula Herrmann referiert im Treffpunkt „La Vie“ in Sundern über „Borderline – eine seelische Störung mit Grenzerfahrungen für alle Beteiligten“.

Die Medizinerin gibt am heutigen Montag, 21. Juli, einen Überblick über die Krankheit – von den Ursachen über die typischen Symptome und Begleiterkrankungen bis hin zu den stationären wie ambulanten therapeutischen Behandlungsansätzen. Im weiteren Verlauf stehen dann Fragen und Erfahrungen der Besucher im Mittelpunkt.

Förderkreis und Diakonie laden ein

Der Förderkreis „Psychische Gesundheit“ und die Diakonie Ruhr-Hellweg laden alle Interessierten ab 18 Uhr in den Treffpunkt „La Vie“ in die Hauptstraße 110 (Fußgängerzone) nach Sundern ein.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung führt sowohl bei den Be­troffenen als auch bei den Angehörigen häufig zu großer Rat- und Hilflosigkeit. Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmungsschwankungen und ein unsicheres Selbstbild kennzeichnen die Erkrankung.

Vielschichtige Symptomatik

Es gibt kaum eine andere psychische Störung mit einer derartig vielschichtigen Symptomatik: Das Schwanken zwischen großer Nähe und Distanz in Beziehungen, risikoreiches bis selbstverletzendes Verhalten, oft auch der Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und anderen Drogen, Dissoziation, De­pression und Ängste. Betroffen sind eher junge Menschen – und Frauen häufiger als Männer.

Inzwischen ist die Borderline-Störung gut erforscht, und es stehen den Betroffenen vielseitige therapeutische Angebote zum Umgang mit dieser Erkrankung zur Verfügung.

Referentin arbeitet für LWL-Klinik

Dr. Ursula Herrmann ist Fachärztin für Psychiatrie/Psychotherapie und Oberärztin der Borderline-Stationen in der LWL-Klinik in Warstein. In der Behandlung der Borderline-Störung genießt die Klinik in Fachkreisen insbesondere auf Grund der erfolgreichen Behandlungskonzepte (DBT, STEPPS) einen ausgezeichneten Ruf.