Amecker wehren sich gegen Wohnmobile im Ortskern

Der Parkplatz am Vorbecken ist für Wohnmobile tabu, sagen die Amecker Bürger.
Der Parkplatz am Vorbecken ist für Wohnmobile tabu, sagen die Amecker Bürger.
Foto: WP
  • Noch mehr Verkehr, nein danke sagen die Amecker zu Plänen, einen Wohnmobilstellplatz in der Ortsmitte zu bauen
  • Ortsvorsteherin Monika Krick hat den Parkplatz an der K 28 vorgeschlagen
  • Dies wird jetzt erneut von Stadtverwaltung geprüft

Sundern.  Die Amecker Ortsvorsteherin Monika Krick ließ Luft ab: „Wir sind gegen einen Wohnmobilplatz mitten im Ort. Wir haben ohnehin schon Verkehr genug. Das ist voll daneben“, wehrte sie sich gegen die Pläne, die im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Infrastruktur der Geschäftsführer der Sorpesee GmbH, Martin Levermann, den Mitglieder vorgestellt hatte.

Er zeigte auf, dass Wohnmobile derzeit ganz groß im Trend liegen würden: „Wir haben uns deshalb, zusammen mit der Planungsabteilung im Rathaus, Gedanken gemacht, wo zusätzliche Plätze entstehen könnten.“ Man wisse, das die Wohnmobilisten eines wollten: Einen spektakulären Blick, in diesem Fall auf den See. „Wir bekommen Briefe, Email und Anrufe, dass es zu wenig Plätze gibt“, warb Levermann für die Idee: Der Trend gehe dahin, so einen Platz am Nachmittag oder Abend aufzusuchen, seine Gebühr in einen entsprechenden Automaten zu werfen und am Morgen nach dem Frühstück wieder abzureisen. Deshalb würden die Wohmobilisten auch nicht so gern auf Campingplätzen übernachten. „Wir sind am Nordic-Ferienpark oft überbucht. Und der Markt wächst weiter“, erklärte er den Politikern.

Nach etlichen Kriterien ausgewählt

In der Untersuchung habe man die Plätze nach bestimmten Kriterien bewertet, dabei seien der Parkplatz neben dem Segelclub Amecke, der Zeltplatz 2 (oberhalb der Sanitäranlage), am Golfplatz Amecke und auf dem Parkplatz am Ortseingang von Wildewiese herausgekommen.

Monika Krick und später auch die Amecker Ratsmitglieder Friedrich Becker (CDU) und Hans Klein (WISU) schlugen vor, den Platz mitten im Ort fallen zu lassen und dafür oberhalb des neuen Großraumparkplatzes an der K 28 („Schöne Aussicht“) anzulegen: „Die Belagerung von Amecke muss aufhören. Das gibt viel Rangierverkehr mit den Wohnmobilen auf dem Parkplatz mitten im Ort. An der K 28 ist es landschaftlich gut, man hat Zugang durch ein Tor zu den Sanitäranlagen des Zeltplatzes 5 und auch direkten Zugang zum Wasser“, so Friedrich Becker.

Hans Klein bemängelt, dass man im Vorfeld mit keinem der vier Ratsvertreter aus Amecke gesprochen habe: „Da hätte man doch bei einer Begehung schon alle Argumente abwägen können.“ Und auch Monika Krick blieb bei ihrer Meinung: „Wir sind gegen den Platz mitten im Ort. Außerdem wissen wir nicht, was noch mit dem Ferienpark wird.“

Platz an K 28 untersuchen

Martin Levermann will jetzt aber nochmals mit dem Planungsamt und den Vertretern von der Abteilung Verkehrsflächen und Grünanlagen über die Möglichkeiten am Großraumparkplatz an der K 28 sprechen. Auch er machte nochmals klar: „Die Wohnmobilisten brauchen attraktive Plätze, und nicht in der Walachei.“

Einstimmig folgte der Ausschuss dem Vorschlag von Vorsitzendem Markus Allefeld, jetzt erst die K 28 zu prüfen.

 
 

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