Workshop rund um die fünf Sinne im Jugendzentrum

Foto: WAZ FotoPool
Fühlen, sehen, riechen, schmecken, hören – beim Workshop im Jugendzentrum Haßlinghausen lernen Kinder und Jugendliche ihre Sinne neu kennen. Und stellen fest, dass es gerade draußen noch ganz viel zu entdecken gibt.

Sprockhövel.. Aufgeregt füllen die Kinder die Kisten für den Barfuß-Parcours mit Watte, Sägemehl, Blättern aus dem Wald und anderen Materialien. „Passt bitte auf, dass meine Steine nicht durcheinander kommen“, sagt Louisa (7). Sie hat die Steine nämlich von der Oma mitbekommen, die sie wiederhaben will. Aber das wird kein Problem, sie haben eine andere Farbe als die Steine, mit denen sie zusammen in eine Kiste kommen.

Steine, Gras oder Zeitungspapier gilt es zu erfühlen

Wenig später sind alle Behälter gefüllt, es kann losgehen. Linda (6) traut sich als Erste mit einer Binde vor den Augen in den Barfuß-Parcours, Louisa führt sie an der Hand. „Das sind Steine“, sagt Linda. „Und woran hast du das erkannt?“, fragt Karin Kinder, die Mitarbeiterin des Jugendzentrums. „Sie sind so kalt“, antwortet Linda. Ein paar Kisten weiter muss sie ihre Taktik ändern. Vorher ist sie mit beiden Füßen in eine Kiste gestiegen, hat dort künstliches Gras, Zeitungspapier oder Watte schnell erkannt. Jetzt ist es schwieriger, sie krümmt ihre Zehen und versucht, die Korken am Kistenboden zu fassen. Daniel (12), Piet (8) und Anita (13) verfolgen gespannt, was Linda alles errät.

Sich auf einen Sinn zu konzentrieren, damit beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen im Ferienworkshop vier Tage lang. Am ersten Tag haben sie sich unter dem Tisch Gegenstände gereicht und mussten erfühlen, worum es sich handelt. „Man merkt, dass man im Alltag automatisch greift und es anders ist, als wenn man sich darauf konzentriert zu fühlen“, sagt die 13-jährige Anita. Die Kinder haben sich in eine Reihe gesetzt, dem Vordermann etwas auf den Rücken gemalt und dabei gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, zu erfühlen, was der andere malt. Meist sei etwas anderes vorne in der Reihe angekommen, als der Erste gezeichnet habe, sagt Anita.

Auch Hören und Schmecken steht auf dem Programm

Nach dem Barfuß-Parcours geht es an den Tisch, jetzt wird gesammelt, welche Aufgaben die Augen erfüllen. An den weiteren Tagen, so Karin Kinder, dreht sich der Workshop ums Hören. Dazu sollen Schachteln mit unterschiedlichen Gegenständen gefüllt werden, die es dann am Geräusch beim Schütteln zu erraten gilt. Am letzten Tag will man sich dann noch mit dem Schmecken und Riechen beschäftigen.

„Die Kinder sind heute nicht mehr so viel draußen wie früher“, sagt Karin Kinder. Deswegen sei es wichtig, dass sie sich mit Sinneserfahrungen auseinandersetzten, zum Beispiel eben damit, wie sich Laub an den nackten Füßen anfühlt. Die Kinder im Haßlinghauser Workshop haben damit keinerlei Probleme. Sie erraten fast jedes Mal, was sie fühlen.

 
 

EURE FAVORITEN

Känguru-Baby Lizzy verzückt den Zoo Duisburg

Do, 19.07.2018, 13.49 Uhr
Beschreibung anzeigen