Wie kann man einem Demenzkranken helfen

Sehr aufmerksam verfolgten zahlreiche Gäste im Veranstaltungsraum der Sparkasse den Vortrag zum Thema „Menschen mit Demenz“ von Elisabeth Warnecke. Foto: Barbara Zabka
Sehr aufmerksam verfolgten zahlreiche Gäste im Veranstaltungsraum der Sparkasse den Vortrag zum Thema „Menschen mit Demenz“ von Elisabeth Warnecke. Foto: Barbara Zabka
Foto: WAZ Foto Pool
Bei den Krankheitsbildern Demenz und Alzheimer handle es sich immer noch um ein gesellschaftliches Tabu-Thema, stellte die Hattinger Sozialarbeiterin Maria-Elisabeth Warnecke von der Alzheimergesellschaft Hattingen-Sprockhövel eingangs eines Vortrags im Veranstaltungsraum der Sparkasse Sprockhövel fest.

Bei den Krankheitsbildern Demenz und Alzheimer handle es sich immer noch um ein gesellschaftliches Tabu-Thema, stellte die Hattinger Sozialarbeiterin Maria-Elisabeth Warnecke von der Alzheimergesellschaft Hattingen-Sprockhövel eingangs eines Vortrags im Veranstaltungsraum der Sparkasse Sprockhövel fest.

Zu dem Vortrag unter dem Titel „Klar dabei! Bewusst handeln für Menschen mit Demenz“ hatten der Sprockhöveler Stadtmarketing Verein, der Verkehrsverein sowie die Sparkasse eingeladen. Jeder Teilnehmer erhielt ein kleines Täschchen gefüllt mit Informationen zum Tabu-Thema Demenz und Alzheimer.

„Im Ennepe-Ruhr-Kreis leben mehr als 5000 Menschen mit Demenz. Dieses ist eine verschreckend hohe Zahl von Personen, die der Hilfe bedürften. Und nicht nur die Betroffenen brauchen Rat und Hilfe, sondern auch deren Angehörige und auch wir, die den Menschen auf der Straße oder im Kundenumgang begegnen,“ so Daniel Rasche, Vorstand der Sparkasse Sprockhövel. Es sei wichtig zu wissen, wie man diesem Personenkreis begegnen und in Alltagssituationen helfen könne.

Neben den medizinischen Formen der Demenz, die Fachfrau Warnecke engagiert schildert, gibt sie Tipps und wichtige Kommunikationsregeln im Umgang mit Menschen mit Demenz. Zuhören und Verständnis zeigen, wenn die Person sich sehr unruhig zeigt und auf Fragen mit was und wo beginnen. In diese Richtung zielen auch die meisten Nachfragen aus dem Publikum, „wie begegne ich einem womöglich dementen Menschen im Supermarkt oder am Geldautomaten in einem Bankinstitut, der die Orientierung verloren hat?“

Alltagsbeispiele gibt’s viele. Menschen kommen mit ihrer Geldkarte am Automaten nicht klar. Oder: Sie haben die Pin-Nummer vergessen. Im Supermarkt werden Lebensmittel gesucht. Demenzkranke irren im Laden völlig hilflos umher. Wie kann man Hilfe anbieten? Elisabeth Warnecke: „Da hilft der Tipp, das Denken in der Vergangenheit und die Überleitung in die Gegenwart. Wichtig für die Angehörigen ist, Anlaufstellen zu wissen, wo ihnen fachkompetent geholfen werden kann.“ Das ist in Sprockhövel z.B. die Gedächtnissprechstunde, die in Zusammenarbeit mit dem Kompetenz Netzwerk Demenz angeboten wird. Infos gibt die KISS Hattingen/Sprockhövel 02324/95 49 79.

 
 

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