Verdächtiger hat keine konkrete Erinnerung

Am 3. März wurde Friedrich B. tot in seiner Wohnung gefunden. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Am 3. März wurde Friedrich B. tot in seiner Wohnung gefunden. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Der Verdächtige in Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des Sprockhövelers Friedrich B. hat sich gegenüber seinem Anwalt, Dr. Gregor Hanisch aus Hattingen, zum Verlauf des Tattages (3. März) geäußert.

Sprockhövel.. Hanisch sagte der Redaktion, er habe die Angaben seines Mandanten Vladimir W. mit dessen Einverständnis an die zuständige Staatsanwaltschaft in Essen weitergeleitet.

„Herr W. macht folgende Angaben: Er sagt, er habe wegen immensen Alkoholkonsums und zusätzlicher Einnahme von berauschenden Arzneimitteln keine konkrete Erinnerung an den Ablauf des Streits. Er habe am Tattag mehrere Flaschen Wodka und Wein getrunken. Bereits vormittags habe er eine Flasche Wodka gekauft und bei einem Bekannten getrunken“, sagt der Anwalt.

Außerdem, so W.s Aussage, nehme er wegen der Folgen eines früheren Verkehrsunfalls regelmäßig Schmerzmittel. So auch am 3. März: Eine Tablette Tramadol sowie fünf Tabletten eines weiteren Mittels, an dessen Namen er sich nicht erinnern könne, will Vladimir W. seiner eigenen Aussage zufolge zu sich genommen haben, sagt sein Anwalt. Eine ärztliche Verordnung für das zweite Medikament gebe es nicht. Er habe der Staatsanwaltschaft Namen von Bekannten W.s gegeben, denen gegenüber der Verdächtige das Medikament erwähnt haben will, so Hanisch. Einem soll W. die Verpackung gezeigt haben. Gregor Hanisch sagt, er rechne damit, dass Anklage gegen seinen Mandanten erhoben wird.

Am 3. März hatte die Schwester des Opfers dieses tot in einer Blutlache in seiner Wohnung an der Heidestraße gefunden. Am betreffenden Abend soll es vorher zu einem Streit in der Wohnung gekommen sein. Früh fiel der Verdacht auf Vladimir W., der wenige Tage später bei seinen Eltern in Gronau festgenommen wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

 

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