Sprockhövelerin spielt im Landesjugendorchester

Johanna Bergmann aus Sprockhövel spielt demnächst Horn im Landesorchester NRW. Über den Bescheid hat sich  die 14-Jährige sehr gefreut.
Johanna Bergmann aus Sprockhövel spielt demnächst Horn im Landesorchester NRW. Über den Bescheid hat sich die 14-Jährige sehr gefreut.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Johanna Bergmann (14) schaffte die Aufnahme dank ihrer musikalischen Fertigkeiten mit dem Horn

In Johanna Bergmanns Zimmer dürfen einige wichtige Utensilien für ihr liebstes Hobby nicht fehlen – dazu zählen ein Notenständer, eine Liedermappe und ihr Instrument, ein Horn. Das spielt die 14-Jährige seit vielen Jahren, täglich ein bis zwei Stunden übt sie damit. Nun haben sich ihr Fleiß und musikalisches Talent ausgezahlt, denn die Schülerin wurde in das Landesjugendorchester NRW aufgenommen.

Die Musikkarriere von Johanna Bergmann begann, als sie mit sechs Jahren anfing, Trompete zu spielen. „Ich bin dann aufs Horn umgestiegen, weil es im Schulorchester zu viele Trompeten gab und ich dort unbedingt mitspielen wollte.“ In der Musikschule Niedersprockhövel nimmt die Schülerin seit langem Einzelunterricht für das Waldhorn bei Peter Mokroß, sie spielte für kurze Zeit auch im Blechbläser-Ensemble. „Ich spiele gerne Horn, weil der Klang sehr schön ist, vor allem von den klassischen Liedern“, sagt Johanna Bergmann, die aus einer sehr musikalischen Familie stammt.

Erfahrungen hat die Schülerin dabei auch schon in anderen Orchestern gesammelt – so spielt sie seit ihrem achten Lebensjahr im Musikzug der Feuerwehr mit. Nach der Teilnahme am Kinderorchester Ruhr folgte als Zwölfjährige der Beitritt zum Märkischen Jugendsinfonieorchester. Zudem wurde sie 2011 Erste bei „Jugend musiziert“.

Nach der Bewerbung beim Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen nun wurde die Sprockhövelerin zum Vorspiel in der Musikschule Neuss eingeladen, spielte dort vor der Jury ein Bach-Stück. „Nach der Schule habe ich danach immer sofort nach der Post geschaut und mich sehr gefreut, als ich die Zusage in Händen hielt“, erzählt sie.

Das Landesjugendorchester mit Sitz in Düsseldorf, bestehend aus etwa 80 Musikern, probt immer eine Woche lang – täglich etwa acht Stunden. Und zwar stets in den Schulferien in wechselnden Städten. „Die Stücke bekomme ich jeweils drei Wochen vorher zugeschickt, damit ich sie üben kann und mich nicht verspiele“, sagt Johanna Bergmann.

Und lacht. Sie weiß, was sie kann.

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