Söhne, die tauschen wollen

Fußballfan Ryan am Esstisch mit seiner Sprockhöveler Gastfamilie Familie Zang. Im Bild v.l., Ursula Zang, Leo Zang, Gastvater Jügen Zang und Ryan.
Fußballfan Ryan am Esstisch mit seiner Sprockhöveler Gastfamilie Familie Zang. Im Bild v.l., Ursula Zang, Leo Zang, Gastvater Jügen Zang und Ryan.
Keine Hamburger, dafür Kartoffeln mit Blumenkohl: Daran hat sich Ryan Daly (18) inzwischen gewöhnt. Seit September lebt der Gastschüler aus Kansas bei Familie Zang. Die Organisation Partnership International ermöglicht ihm den Aufenthalt, bei dem Ryan Daly Sprockhövel und das Ruhrgebiet kennenlernt.

Sprockhövel.. Keine Hamburger, dafür Kartoffeln mit Blumenkohl: Daran hat sich Ryan Daly (18) inzwischen gewöhnt. Seit September lebt der Gastschüler aus Kansas bei Familie Zang. Die Organisation Partnership International ermöglicht ihm den Aufenthalt, bei dem Ryan Daly Sprockhövel und das Ruhrgebiet kennenlernt.

Weil er in der Schule in den USA vier Jahre die deutsche Sprache lernte, versteht er fast jedes Wort und antwortet auch problemlos. Familie Zang spricht ebenfalls Deutsch mit ihm. Alle haben Ryan Daly gerne aufgenommen – auch Sohn Leo Zang (16). Der freut sich: „Super, jetzt muss ich morgens nicht mehr alleine zum Schulbus laufen.“ Ryan Daly besucht nämlich während seines Aufenthalts ebenfalls wie Leo das Gymnasium Holthausen. Dort lernt Ryan Daly gemeinsam mit Schülern der zwölften Stufe Mathe oder Biologie. In Kansas hat er zwar bereits seine Schulausbildung beendet und einen Highschool-Abschluss erlangt, aber in Deutsch klingen die Unterrichtsstunden ja noch mal ganz anders. Im Fach Englisch kann Ryan Daly dann besonders punkten, dort behandeln sie zurzeit den Amerikanischen Traum. „Da habe ich die Note Eins plus“, sagt er und lächelt.

Während Ryan Daly noch bis Juni in Sprockhövel wohnen bleibt, verlässt Leo Zang Ende Januar die Familie: Er fliegt in die USA, nach Oregon, und lebt dort fünf Monate in einer Gastfamilie. Dies wird ebenfalls ermöglicht durch die Organisation Partnership International. Interessiert hört sich Leo deshalb alles an, was Ryan Daly über Amerika erzählt. Gastmutter Ursula Röhder-Zang (52): „Da Leo bald fliegt, ist es schön, dass wir Ryan bei uns haben. Das Zusammenleben mit ihm klappt wunderbar, als wäre es nie anders gewesen.“

Ryan Daly mag die vielen verschiedenen Brotsorten hier. „Zuhause in Kansas frühstücke ich morgens nur schnell mein Müsli.“ In Sprockhövel hat es ihm vor allem die selbstgemachte Himbeermarmelade angetan. Weniger gefällt ihm das Mineralwasser, Kohlensäure trinkt bei ihm zu Hause keiner. Außerdem: „Ich vermisse mein Auto“, sagt der Amerikaner. Den Führerschein hat er – wie dort üblich – schon mit 16 Jahren gemacht. „Dafür gibt es hier mehr Busse und Bahnen.“

Klar – seine Familie vermisst Ryan Daly ein bisschen, aber dafür lernt er so viel Neues kennen. Bereits im August landete er mit dem Flugzeug in Deutschland. Bevor er im September zu Familie Zang zog, wohnte er zunächst mit anderen Gastschülern in einem ehemaligen Kloster in Hedersleben, nahe Magdeburg. Dann sah er sich den Kölner Dom an, erkundete mit Familie Zang die Stadt Trier, blickte vom Gasometer in Oberhausen auf das Ruhrgebiet und fuhr mit der Schwebebahn durch Wuppertal.

In Sprockhövel fotografiert Ryan Daly gerne Fußballspiele der TSG und joggt auf der Bahntrasse. Auf Schalke sah er sich – inmitten von jubelnden Fans – ein Spiel an. „Da war es sehr laut und alle waren begeistert – eine coole Atmosphäre.“ Selbst spielt Ryan auch Fußball mit neuen Freunden -- die hat er hier schnell gefunden.

 
 

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