Scheetunnel soll im Winter öffnen

Noch wird im Scheetunnel gearbeitet, Ende des Jahres soll die Röhre freigegeben werden.
Noch wird im Scheetunnel gearbeitet, Ende des Jahres soll die Röhre freigegeben werden.
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel.  Viele Jahre war der Scheetunnel ungenutzt, unter anderem, weil dort Fledermäuse leben und geschützt werden sollen. Jetzt scheint in greifbarer Nähe, dass eine der beiden Röhren ab Ende des Jahres für Radfahrer und Fußgänger zugänglich gemacht wird. Die dafür zuständige Stadt Wuppertal plant die Freigabe im Rahmen ihrer Eröffnung der gesamten Trasse im Dezember.

Derzeit wird am Tunnelinneren noch gearbeitet, bis Mitte des Monats die Schwärmphase der Fledermäuse beginnt. Dann soll dort alles in Ordnung sein, damit nach den Außenarbeiten am 19. Dezember eine der beiden Röhren für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden kann. „Wir wollen die gesamte Trasse am 19. Dezember zur Benutzung freigeben“, sagt Rainer Widmann, bei der Stadt Wuppertal für das Projekt zuständig. „Wir arbeiten daran, dass der Tunnel ganzjährig geöffnet ist“, erklärt Widmann, der diesbezüglich optimistisch ist. Zu garantieren sei das allerdings noch nicht, gibt Widmann zu. Dazu fehle eine Prüfung der Fledermauspopulation. Ein negatives Ergebnis – erwartet wird eine Entscheidung der Bezirksregierung im Oktober – könnte also doch noch einen Strich durch die Rechnung machen.

800 Meter Weg fehlen noch

Auf eine schnelle Freigabe hofft auch die Stadt Sprockhövel. Ist der Scheetunnel einmal offen, haben die Radler von der Ruhr eine Verbindung an die Wupper – das ist eine verlockende Aussicht. „Mit der Öffnung gibt es die Anbindung an das Rheinland“, sagt der Beigeordnete Bernd Woldt. „Deswegen haben wir uns seit Jahren für die Öffnung eingesetzt.“

Der Regionalverband Ruhr (RVR) will auf Sprockhöveler Seite ab September die restlichen Arbeiten in Angriff nehmen. Dann soll die Radfahrerbrücke am Kuxloher Weg entstehen, die auch aus einigen Teilen der im April abgerissenen Eisenbahnbrücke besteht. Und auch 800 Meter Weg zwischen dem ehemaligen Bahnhof Schee und dem Tunnel gilt es noch herzurichten. „Ich gehe davon aus, dass Ende Oktober alles fertig ist“, sagt Bernd Woldt.

Auch die Wuppertaler habe nach den Innenarbeiten, mit denen sie schon recht weit sind, noch einiges an Arbeit vor sich. Vergangene Woche wurden die Asphaltschicht im Tunnel aufgetragen und Ausbesserungen an den Wänden vorgenommen.

Diese Woche sollen noch Gitter vor die Fluchten der später zugänglichen Röhre gehängt werden, damit die Fledermäuse, die in der anderen Röhre nisten, hindurchschlüpfen können. Draußen soll dann noch die Abwasserführung neu gefasst sowie die Portale saniert werden. Mit dem Baumschnitt aus Sicherheitsgründen auf Wuppertaler Seite müsse man noch bis Oktober warten, sagt Rainer Widmann.

„Dann müssen wir noch den Weg von der Linderhauser Straße zwei Kilometer über die neue Brücke Bracken bauen“, fügt er noch hinzu.

 
 

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