Radfahrer regt Verbesserungen an

Hendrik Steimann
Robert Dedden
Robert Dedden
Foto: FUNKE Foto Services
Stadt prüft Vorschläge von Robert Dedden, die auch dem Arbeitskreis für das Radkonzept vorgelegt werden sollen.

Sprockhövel.  Für Sprockhövel liegt seit Ende des vergangenen Jahres ein Gesamtradkonzept vor, das nach und nach von einem dafür zuständigen Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit der Stadt realisiert wird. Nun gibt es weitere Anregungen von Radfahrer Robert Dedden, der sich direkt an Bürgermeister Ulli Winkelmann gewendet hat.

Dedden ist Lehrer an der Schule in Hiddinghausen und fährt oft von Hattingen-Welper aus mit dem Rad nach Sprockhövel. Dabei sind ihm drei Aspekte aufgefallen, die er als schlecht geregelt betrachtet. Eine Anregung wurde bereits von der Stadt umgesetzt und ist seit vergangener Woche geregelt: die Aufhebung der Benutzungspflicht des Gehweges für Radfahrer in der Dresdener Straße vor der Mathilde-Anneke-Schule. Dort ergaben sich teilweise gefährliche Situationen, da der Gehweg nur 1,50 Meter breit ist. Weshalb der Bauhof zur Behebung beauftragt wurde. „Die Schilder wurden abgebaut“, teilt Thomas Mai, Sachgebietsleiter für Sicherheit und Ordnung, mit.

Stadt holt Behörden mit ins Boot

An zwei weiteren Stellen schlägt Dedden Verbesserungen vor. Zum einen regt er die Öffnung des Pottmagwegs und des Burgfeldwegs für Radfahrer an, die nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind. So können Radler die viel befahrene South-Kirby-Straße und die Querspange umgehen. Zudem wünscht sich der Radfahrer, der auch im Vorstand des ADFC NRW ist, eine komplette Asphaltierung der Glückauf-Trasse, damit Radfahrer dort besser und schneller von A nach B fahren können.

Die Stadt hatte sich am Dienstag im Rahmen einer Amtsleiter­sitzung dazu entschieden, die Punkte intern zu prüfen und die dafür zuständigen Behörden mit ins Boot zu holen. Das wären die Polizei, der Landesbetrieb Straßen NRW sowie im Falle der Bahntrasse der Regionalverband Ruhr, dem die Trasse gehört. Ob die Anregungen von Dedden alle umgesetzt werden, ist noch nicht sicher. Die Stadt überlegt, inwiefern sich die weitere Öffnung des Verkehrs für Radfahrer umsetzen lässt oder nicht. Im Falle der Bahntrasse sollen zumindest keine anderen Nutzer durch Verbesserungen für Radfahrer in den Hintergrund rücken.

Britta Altenhein ist als Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung gleichzeitig im Arbeitskreis für das Radkonzept vertreten. Sie zeigt sich offen für die Anregungen von Dedden. „Es wäre sinnvoll, wenn sie dem Arbeitskreis vorgelegt werden“, sagt Altenhein. Denn er erarbeitete für Sprockhövel ein attraktives und zeitgemäßes Radwegenetz als Gesamtkonzept, wobei auch notwendige begleitende Infrastruktur aufgeführt wird.