Radfahren gegen die Einbahnstraße

In einem Zwischenbericht nimmt der Arbeitskreis Radwegeförderung zum vorläufigen Konzept Stellung. Nicht alle Wünsche der Gemeinschaft gehen in Erfüllung.
In einem Zwischenbericht nimmt der Arbeitskreis Radwegeförderung zum vorläufigen Konzept Stellung. Nicht alle Wünsche der Gemeinschaft gehen in Erfüllung.
Foto: WAZ FotoPool
Seit dem Frühjahr 2013 zeigt sich die Straßenverkehrsordnung ge-genüber Radfahrern aufgeschlossener als zuvor. Besonders, was den Begegnungsverkehr in Einbahnstraßen betrifft. Eine Sachlage, die der Sprockhöveler Arbeitskreis Radverkehrsförderung umgehend aufgriff.

Sprockhövel..  Seit dem Frühjahr 2013 zeigt sich die Straßenverkehrsordnung ge-genüber Radfahrern aufgeschlossener als zuvor. Besonders, was den Begegnungsverkehr in Einbahnstraßen betrifft. Eine Sachlage, die der Sprockhöveler Arbeitskreis Radverkehrsförderung umgehend aufgriff.

Mit den Wünschen der Förderer, Einbahnstraßen für einen Gegenverkehr von Radfahrern zu öffnen, beschäftigte sich im Oktober 2013 eine Kommission mit verschiedenen Vertretern der städtischen Ämter, der Straßenverkehrsbehörde und der Kreispolizei.

Bis auf die Heidestraße und die Kreuzstraße, die für den Begegnungsverkehr schon frei gegeben sind, wurden sämtliche in Betracht kommenden Einbahnstraßen der Stadt inspiziert und bewertet. Vor diesem Behördentermin bewegte die Radförderer die Frage: Daumen hoch oder Daumen runter?

Dass nur drei von 18 Einbahnstraßen für Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben werden sollen, bewerteten die Fördermitglieder als enttäuschend.

Keine fahrradfreundliche Sichtweise

Die Vorschläge des Arbeitskreises seien zwar sorgfältig geprüft worden, doch eine fahrradfreundliche Sichtweise sei nicht zu entdecken, kommentierte die Fraktionsvorsitzende von B90/Die Grünen, Brigitte Altenhein, die dem Arbeitskreis angehört. „Dass eine Straße zu schmal ist, kann ja sein, aber zu steil? Da wird der Boom der Pedelecs verschlafen“, lautete die Einschätzung eines anderen Teilnehmers. Völlig unverständlich war den Teilnehmern, warum die Nutzung des breiten Bürgersteigs auf der Rathausseite des Nikolaus-Groß-Platzes abgelehnt wurde. An der Hauptstraße in Niedersprockhövel, so hieß es, gebe es auch einen regen Fußgängerverkehr. Eine Fahrradweiche zur Überquerung einer Fahrbahn an der Straße Rathausplatz in Richtung Friedhofstraße sei aus Gründen der Verkehrssicherheit abgelehnt worden, kritisiert Brigitte Altenhein.

Schmerzlich sei, dass eine Fahrradweiche zur Überquerung der Straße Rathausplatz zur Friedhofstraße aus Gründen der Verkehrssicherheit abgelehnt worden sei.

Abgesehen vom Radweg auf der Bahntrasse, sieht es außerhalb der Ortskerne Sprockhövel und Haßlinghausen um die Sicherheit von Radfahrern nicht gut bestellt aus. Landes- und Kreisstraßen durchziehen die Stadt. Straßen ohne Radwege. Den schnell fahrenden Autofahrern sind die Radfahrer schutzlos ausgeliefert. In Gesprächen mit den Baulastträgern, so die Stadt, soll geprüft werden, ob durch Abfräsen und Markierungen schmale Radstreifen möglich sind.

 
 

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