Ortsumgehung im Ausbauplan

Die Umgehungsstraße Sprockhövel verläuft zwischen der Wuppertaler- und der Haßlinghauser Straße.
Die Umgehungsstraße Sprockhövel verläuft zwischen der Wuppertaler- und der Haßlinghauser Straße.
Foto: WAZ

Bei der Aufstellung der neuen Prioritätenliste für Straßenbauvorhaben hat die rot-grüne Landesregierung die Sprockhöveler Umgehungsstraße L 70n weiter berücksichtigt.

Seit über 20 Jahren warten die meisten Einwohner, die Wirtschaft und die Politik auf den Baubeginn. Die für den Stadtteil Niedersprockhövel so wichtige Ortsumgehung, die unter anderem die enge Hauptstraße durch den Ortskern vom Schwerlastverkehr entlasten soll, wird im Landesstraßenbedarfsplan (grau gekennzeichnet) im Ausbauplan mit Stufe 1 aufgeführt. Dies bedeutet, dass über die Priorität zu einem späteren Zeitpunkt noch entschieden wird.

In einer ersten Stellungnahme erklärte Baudezernent und Beigeordneter Bernd Woldt: „Wir können glücklich sein, dass wir berücksichtigt wurden. Maßnahmen in anderen Städten wurden gekippt. Das hat gehörigen Staub aufgewirbelt und für Unruhe gesorgt. Wir sind nicht in der Schublade verschwunden, damit können wir zunächst zufrieden sein.“

Um das laufende Planfeststellungsverfahren einem Ende zuzuführen, liegt das Heft des Handelns weiterhin beim federführenden Landesbetrieb StraßenNRW in Hagen. Nach den gesetzlichen Vorgaben fehlt noch ein nicht öffentlicher Erörterungstermin mit den sogenannten „Einwändern“, die während der Planauslegung im Jahr 2009 (Mai und Juni) Bedenken und Anregungen geäußert hatten. Um ihre Kritik zu äußern, hatten zahlreiche Personen - darunter etliche aus anderen Städten - von einem vorgedruckten Formblatt Gebrauch gemacht und gleichlautende Bedenken geäußert.

Nach dieser Anhörung - Woldt rechnet damit, dass sie bis zum Jahresende durchgeführt wird - werden vom Landesbetrieb Hagen alle Unterlagen, einschließlich Gutachten, dem Regierungspräsidenten Arnsberg zu einer Entscheidung - dem „Planfeststellungsbeschluss“ - zugeleitet. Mit diesem Beschluss besteht für die ausführende Behörde Baurecht. Auch dann ist es dem Landesbetrieb erst möglich, über noch einige fehlende Grundstücke Verhandlungen aufzunehmen. Das NRW-Verkehrsministerium ist in dieses Prozedere eingebunden, denn das notwendige Geld stellt das Land zur Verfügung. Auch der stellvertretende Leiter der Abteilung Planung bei der Regionalniederlassung von StraßenNRW Hagen, Ahmed Karroum, geht davon aus, dass die Planfeststellung in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.

„Wir haben in den nächsten Wochen einen Termin beim Regierungspräsidenten. Da geht es um verschiedene Projekte. Unter anderem wird es dabei auch um die Umgehungsstraße Niedersprockhövel gehen,“ bestätigte Karroum auf Anfrage.

 
 

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