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Holger Krefting
Holger Krefting
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool

Sprockhövel..  Der Bürger störe. Vor allem beim Regieren. Die unabhängige Wählergemeinschaft „Wir für Sprockhövel“ (WfS) will das ändern und hatte am Donnerstagabend zum ersten öffentlichen Treffen nach der Gründung (wir berichteten) in die Gaststätte „Zum Amtshaus“ an der Mittelstraße geladen.

Für manche ist die Wählergemeinschaft eine Alternative: „Ich hätte im Mai sonst nicht gewählt“, sagte eine Besucherin, die skeptisch blieb. „Ich schaue mir das erst einmal an.“ Die Resonanz auf die erste öffentliche Veranstaltung war gering. Knapp 20 Gäste kamen, darunter acht Gründungsmitglieder, eine Vertreterin der Bürgergemeinschaft Herzkamp und mit Martin Debold ein Vertreter der Piratenpartei.

Debold übte Kritik. „Ich finde es schade, dass zwei Organisationen im Gleichschritt nebeneinander her marschieren und um die Wähler konkurrieren.“ Gründungsmitglied Helga Wieland-Polonyi antwortete, die Piraten würden derzeit von den Bürgern nicht gut wahrgenommen. Und es gehe ja gerade um die Unabhängigkeit und Überparteilichkeit. Lediglich an die Freien Wähler NRW wolle man sich anschließen, ergänzte Holger Krefting. „Ohne unsere Unabhängigkeit zu verlieren.“

Gerlinde Honke-Feuerstack von der Bürgergemeinschaft Herzkamp – ein Vorbild der Wählergemeinschaft –, hatte nützliche Tipps. „Sprockhövel zählt zum ländlichen Raum und es gibt viele Fördermittel“, sagte sie und warnte gleichzeitig: Die Bürgergemeinschaft investiere in ihre Projekte viel Kraft. Den Großteil der Herzkamper interessiere das aber nicht.

 
 

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