Momentaufnahme Spitzenreiter

Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Die TSG Sprockhövel hat derzeit in der Oberliga einen Lauf und hat Chancen, in die vierthöchste Klasse aufzusteigen – die wäre mit Auflagen verbunden.

Sprockhövel..  Den sportlichen Höhenflug der TSG Sprockhövel nimmt ganz Sprockhövel wahr. Mit sieben Punkten Vorsprung rangiert die Elf momentan auf dem ersten Rang der Fußball-Oberliga und würde damit zum jetzigen Zeitpunkt in die Regionalliga aufsteigen.

Die Verantwortlichen der Fußball-Abteilung der TSG hätten gegen einen möglichen Aufstieg nichts einzuwenden. „Wir würden uns nicht gegen unseren sportlichen Erfolg wehren“, meint Geschäftsführer André Meister. Dennoch ist abwartende Haltung angesagt. „Es ist eine schöne Momentaufnahme. Wir haben noch keine Informationen über mögliche Auflagen seitens des DFB“, sagt Abteilungsleiter Ulrich Meister. Vor dem Start der Rückrunde im Februar müsste die TSG die Lizenz für die Regionalliga beantragen, womit Kosten verbunden wären. „Es muss eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit des Vereins durchgeführt werden“, weiß André Meister.

In der Rückrunde könne sich das Blatt natürlich noch einmal wenden. Die Mannschaften, mit denen die TSG rechnet, sind der Regionalliga-Absteiger Sportfreunde Siegen, der SV Lippstadt und der SC Roland Beckum. Möglicherweise zählt auch Westfalenliga-Aufsteiger TSV Marl-Hüls, der sich personell verstärkt hat, zu den Kandidaten, die im Frühjahr für Druck von den Verfolger-Rängen sorgen.

Der Zuspruch von außen ist derzeit groß, die TSG spürt dies anhand der Zuschauerzahlen. „Die Leute sind zufrieden mit dem, was ihnen geboten wird“, freut sich Ulrich Meister. Über Regionalliga-Partien würden sich die Fans sicherlich ebenfalls freuen. Die meisten Heimspiele könnte die TSG wohl zum jetzigen Stand im Baumhof ausrichten. Vor einigen Jahren hatte der Verein zur Trennung der Fanlager einen Käfig aufgebaut, der dann wieder zum Einsatz kommen würde.

„Wir müssten trotzdem von Fall zu Fall reagieren“, betont Ulrich Meister. Denn einige Regionalliga-Vereine besitzen eine große Anhängerschaft, unter anderem Rot-Weiß Essen, Alemannia Aachen oder Rot-Weiß Oberhausen. „Eventuell müssten wir Maßnahmen ergreifen und uns möglicherweise nach einem Ausweichplatz umsehen“, denkt Ulrich Meister.

In der Saison 2007/08 spielte die TSG in der damaligen Oberliga Westfalen gegen den SC Preußen Münster und wich nach Hagen ins Ischelandstadion aus. „Für solche Fälle stellt der DFB aber Sicherheitsbeauftragte zur Verfügung, die uns beraten. Das werden wir mit Sicherheit in Anspruch nehmen, falls es zum Aufstieg kommen sollte. Bislang ist vieles für uns noch absolutes Neuland“, so André Meister.

 
 

EURE FAVORITEN