Mit dem Rad zum Busbahnhof

Am Busbahnhof in Niedersprockhövel sollen Stellplätze für Fahrräder und eine Ladestation für E-Bikes eingerichtet werden. Bus- und Radverkehr würden davon profitieren, meinen die Grünen.
Am Busbahnhof in Niedersprockhövel sollen Stellplätze für Fahrräder und eine Ladestation für E-Bikes eingerichtet werden. Bus- und Radverkehr würden davon profitieren, meinen die Grünen.
Foto: WAZ
Die Fraktion der Grünen bringt im Verkehrsausschuss einen Antrag ein,um die Kombination aus Bus und Rad attraktiver zu machen

Mal eben mit dem Rad zum Busbahnhof fahren, es dort sicher abstellen und die Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortsetzen: zur Arbeit, zur Uni oder zum Einkaufen. Die Grünen-Fraktion hält das für eine gute Idee und stellte im Ausschuss für Umwelt, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung einen Antrag: Am Busbahnhof in Niedersprockhövel sollen Stellplätze für Fahrräder und eine Ladestation für E-Bikes eingerichtet werden. „Ein sicheres Abstellangebot kann die Kombination aus Bus und Rad attraktiver machen“, heißt es im Antrag.

Denn der Anteil des Radverkehrs liegt bei zwei Prozent. Das gehe aus der Mobilitätsbefragung hervor, die der EN-Kreis im vergangenen Jahr durchgeführt hat. Das Rad biete sich vor allem auf kurzen Strecken an, um beispielsweise den gut genutzten Schnellbus nach Wuppertal oder Bochum zu erreichen. „Bus- und Radverkehr würden von der Realisierung unseres Vorhaben profitieren.“

Das alles kostet natürlich Geld: „Für die Umsetzung sollen daher Fördermittel gemäß den Richtlinien zur Förderung der Nahmobilität beantragt werden.“ Aufbauend auf dem Antrag der Grünen, regt der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Hoven an, auch am Busbahnhof in Haßlinghausen solche Stellplätze anzubieten: „Doch bevor es wieder nur gute Einzelaktionen gibt, sollte ein Gesamtkonzept erstellt werden.“ Der CDU dagegen fehlen konkrete Angabe zu den Kosten eines solchen Projekts. Die Ausschussmitglieder stimmten daher über einen angepassten Antrag ab. Bis zur nächsten Sitzung sollen weitere Infos zu den Kosten vorliegen und der Arbeitskreis Radverkehr soll eingebunden werden. Der möge prüfen, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit das Vorhaben in das Radwegekonzept einfließen kann. Rücksprache muss der Ausschuss auch mit der Zentralen Gebäudebewirtschaftung der Stadt halten, da im Sommer der Betrieb der Grundschule Nord endet, die direkt an den Busbahnhof in Niedersprockhövel grenzt. Das Gebäude wird weiter genutzt. Nach den Sommerferien sollen dort unter anderem die Bücherei und das Bürgerbüro einziehen. Und dort, wo die Stellplätze für die Radfahrer geplant sind, sollen Parkplätze hin. „Da der Radverkehr in der Stadt immer hochgehalten wird, muss sich da eine Lösung finden lassen“, sagte Petra Schellhoff von den Grünen.

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