Migration und Integration

Im Familienzentrum Hauptstraße puzzlen Erzieherin Stefanie Kleeb, Anina (4) und Lina (4) mit MdB Christel Humme und Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid.
Im Familienzentrum Hauptstraße puzzlen Erzieherin Stefanie Kleeb, Anina (4) und Lina (4) mit MdB Christel Humme und Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid.
Foto: WAZ FotoPool

Die städtische Kita und das Familienzentrum „Miteinander“ in Sprockhövel erhielten am Montag Besuch von der SPD-Bundestagsabgeordneten Christel Humme.

Humme besucht im Rahmen ihrer „Sommerreise“ im EN-Kreis Kindergärten mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Sie sprach an der Hauptstraße das Thema Integration in Verbindung mit Bildung an.

„Dieser Kindergarten bietet vielen Kindern die Chance auf ein gutes Bildungsniveau, vor der Einschulung. Speziell wegen der hier geleisteten Sprachförderung“, betonte die stellvertretende Kita-Leiterin Vera Kühn. Die Förderstunden werden im Schnitt bis zu dreimal in der Woche angeboten, und dies für Kinder mit Sprachdefiziten. Alle Mitarbeiter seien in diesem Bereich besonders geschult, so dass die Förderkinder im Alltag ihre Fähigkeit, die deutsche Sprache zu erlernen wesentlich erweitern könnten. Eine Vorausbedingung für den Start in der Grundschule.

Christel Humme betonte, wie wichtig es sei, Familien mit Migrationshintergrund in den Alltag einzubinden und eine Vertrauensbasis zu schaffen. „Dies kann zum Beispiel durch gemeinsame Feste erreicht werden, auf denen die Familien soziale Kontakte knüpfen können“, so Barbara Kondziela-Neiß, Fachaufsicht des Jugendamtes. Denn es gilt zunächst gewisse Hemmschwellen zu überwinden. Die Kinder verschiedener Kulturen sollen sich im Kindergartenalltag annähern und gegenseitiges Verständnis füreinander aufbringen. „Es soll eine Bereicherung für die Kinder sein“, so Vera Kühn. Das Familienzentrum bietet Eltern den Raum um sich gegenseitig auszutauschen, wie zum Beispiel bei der Elternsprechstunde oder beim Familiencafé. Außerdem stehen Ansprechpartner zur Lösung von Alltagsproblenen zur Verfügung. „Leider kann die Nachfrage meist nur für die über dreijährige Kinder gedeckt werden, ein weiterer Ausbau ist durch die Kommunen nicht finanzierbar“, so der Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid. Und er ergänzt: „Das das letzte Kitajahr kostenfrei ist, ist ein großer Schritt gewesen. Aber natürlich fehlt auch noch genügend qualifiziertes Personal“.

 
 

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