Lagerfeuerromantik weckt Interesse

Die Sankt Georgs-Pfadfinder vom Stamm St. Januarius waren mit der Werbeaktion „Zeltlager“ zufrieden. Und die Kinder wollten gar nicht mehr weg.
Die Sankt Georgs-Pfadfinder vom Stamm St. Januarius waren mit der Werbeaktion „Zeltlager“ zufrieden. Und die Kinder wollten gar nicht mehr weg.
Foto: WAZ FotoPool
Ein großes Plakat vor dem Gemeindehaus der katholischen Gemeinde St. Januarius zeigte mit Hilfe von Fotos und Beschriftungen das Leben der Pfadfinder – singen, spielen und Spaß haben ist dabei das oberste Motto.

Sprockhövel..  Ein großes Plakat vor dem Gemeindehaus der katholischen Gemeinde St. Januarius zeigte mit Hilfe von Fotos und Beschriftungen das Leben der Pfadfinder – singen, spielen und Spaß haben ist dabei das oberste Motto.

Der Aktionstag sollte vor allem dazu dienen, neue Mitglieder für den Sprockhöveler Stamm anzuwerben und das Plakat half dabei, Interessierte ins Gemeindehaus zu locken. „So eine Vorstellung des Pfadfinder-Daseins veranstalten wir eigentlich nur selten, das letzte Mal war dies vor ungefähr zehn Jahren der Fall“, erklärt der Sprecher Nick Schulz, der dabei vor allem ein Bild ohne Vorurteile vermitteln möchte.

In der Regel stammen die Mitglieder des Stamms aus der eigenen Gemeinde, im vergangenen Jahr war der nachrückende Nachwuchs jedoch nicht so groß. Hinzu kommt, dass ältere Mitglieder ab dem 21. Lebensjahr in den Mitarbeiterstatus wechseln.

Um das Problem zu lösen und im schlimmsten Fall eine Schließung von Gruppen zu verhindern, starteten die Sprockhöveler St.-Georgs-Pfadfinder deshalb jetzt eine Rekrutierung – und das sehr erfolgreich.

An die 35 Kinder und Jugendliche waren gekommen, um einmal in den Alltag eines Pfadfinders hinein zu schnuppern. „Vor allem viele junge Kinder im Alter von sechs Jahren aufwärts sind gekommen und schickten schon nach kurzer Anwärmphase begeistert ihre Eltern wieder weg, es scheint ihnen also bei uns zu gefallen“, so Nick Schulz. Nach einigen Kennenlernspielen war das Eis zwischen potenziellen neuen und alten Mitgliedern schnell gebrochen.

In der großen Jurte, einem Rundzelt, das auf der Wiese neben der Kirche aufgebaut war, bereiteten die Pfadfinder ein kleines Lagerfeuer und sangen Lieder, begleitet von einer Gitarre. Dabei sollte vor allem der Zusammenhalt in der Gruppe dargestellt werden, der bei den Pfadfindern oberste Priorität hat. Dies zeigte sich auch im anschließenden Spiel, als jeweils drei Gruppen die Vor-, Haupt- Nachspeise für das Mittagessen einkaufen und kochen sollten.

Im Anschluss wurde das Menü von einer Jury bewertet. Sollten sich die Teilnehmer des Aktionstages dazu entschließen, den Pfadfindern beizutreten, warten in den nächsten Ferien bereits tolle Abenteuer auf sie. Denn bereits zu Pfingsten macht der ganze Stamm ein Lager in der Umgebung. Und im Sommer geht es dann sogar für zwei Wochen nach England – mit bislang etwa 200 Pfadfindern aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis.

Seit der Gründung im Jahr 1963 treffen sich die derzeit etwa 70 Mitglieder in fünf Altersstufen in wöchentlichen Gruppenstunden. Zudem veranstalten die Pfadfinder in regelmäßigen Abständen soziale Aktionen in der Gemeinde wie auch im Verband.

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