Kicker-Sticker als Sammelobjekt

Marc Lenk mit den Bildern, die in Kettwig jetzt gesammelt werden.
Marc Lenk mit den Bildern, die in Kettwig jetzt gesammelt werden.
Foto: Funke Foto Services

Sprockhövel/Essen..  Der Sprockhöveler Marc Lenk hat für den Supermarkt seines Vaters in Essen-Kettwig eine clevere Marketing-Idee umgesetzt. In einem Album können die Kunden Sticker von allen Aktiven des dortigen Fußballvereins sammeln. Der Fan des englischen FC Chelsea verbindet so seine Fußball-Leidenschaft mit dem Geschäftlichen.

Alles begann, als Lenk zum Schüleraustausch in England war und das Stadion an der Stamford Bridge besuchte. Da war das Feuer entfacht. „Das war noch bevor Roman Abramowitsch eingestiegen ist“, sagt Marc Lenk. Der neue russische Eigner kaufte sich ab 2003 einen Topspieler nach dem anderen, so dass sich das Image des Vereins grundlegend änderte. Denn: „Chelsea ist eigentlich ein Arbeiterverein.“ Lenk selbst spielt heute in der dritten Mannschaft des TuS Hattingen in der Kreisliga B.

Von den Jüngsten bis zur Altliga

Die Schnittstelle zum Beruflichen ergab sich dann im Rahmen eines Projektes des Rewe-Junior-Campus, einer Weiterbildung der Handelsgruppe für den kaufmännischen Nachwuchs. Dort bekam Marc Lenk Kontakt zu einem Kollegen aus Aachen, der ein Stickeralbum mit dem örtlichen Fußballclub gemacht hatte. „Da habe ich gedacht: Das könnte man bei uns auch machen“, erzählt der 29-Jährige. Bilder der heimischen Kicker als Sammelobjekt: „Hätte es so etwas zu einer Jugendzeit gegeben, hätte ich mich gefreut“, sagt Marc Lenk.

Und auch der Zeitpunkt war passend, denn grade hatte die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien die WM gewonnen. „Die Euphorie war da, nicht nur bei den Fußballern.“ Und so gibt es seit Anfang der Woche in Essen nun die Fußballer des FSV Kettwig als Sticker. Und zwar alle, von den Jüngsten bis zur Altliga, auch Schiedsrichter und Vorstand können ins 300 Bilder fassende Album geklebt werden. Dieses kostet drei Euro, die Päckchen je einen Euro. Und pro zehn Euro Einkaufswert gibt es ein Päckchen obendrauf.

Die Aktion stieß in Kettwig auf Begeisterung: Alleine am ersten Tag seien 700 Päckchen einzeln verkauft und 1000 als Bonus herausgegeben worden, sagt Lenk. Die Sammler bekommen einen Pass, damit auch nur sie die Bilder bekommen. Denn das Album ist für Marc Lenk zwar eine Herzenssache – aber eine Herzenssache, die eine Zielgruppe erreichen und sich wirtschaftlich auszahlen soll. Die Produktion hat viel Geld gekostet, das zumindest so weit wie möglich wieder hereingeholt werden soll. Nicht auszuschließen ist, dass es auch in Sprockhövel ein ähnliches Projekt geben könnte. Denn der Markt in Haßlinghausen gehört Marc Lenks Onkel Stefan. Und natürlich habe der sich mit ihm über das Projekt ausgetauscht, erzählt Marc Lenk.

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