Jury vergibt Anneke-Preis an Gerta Baltissen

Am Sonntag wurde im Forum der Sprockhöveler Grundschule Bšrgersbruch der „Anneke-Preis“ vergeben. Im Bild von links nach rechts: Sabine Schlemmer, Festrednerin Dr. Gesine Spieß,  Anni Terporten (2. BŸrgermeisterin BrŸggen), KŸnstlerin Isa Zinkler, Dr. Klaus Walterscheid (BŸrgermeister Sprockhšvel), Preisträgerin Gerta Baltissen, Dr. Dagmar Goch (Bürgermeisterin Hattigen), Michaela Mevissen (Gleichstellungsbeauftragte Brüggen).
Am Sonntag wurde im Forum der Sprockhöveler Grundschule Bšrgersbruch der „Anneke-Preis“ vergeben. Im Bild von links nach rechts: Sabine Schlemmer, Festrednerin Dr. Gesine Spieß, Anni Terporten (2. BŸrgermeisterin BrŸggen), KŸnstlerin Isa Zinkler, Dr. Klaus Walterscheid (BŸrgermeister Sprockhšvel), Preisträgerin Gerta Baltissen, Dr. Dagmar Goch (Bürgermeisterin Hattigen), Michaela Mevissen (Gleichstellungsbeauftragte Brüggen).
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool
„Frauen brauchen ein Recht auf Bildung!“ Die Forderung der Hiddinghausenerin Mathilde Friederike Anneke (1817-1884) hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Tochter des Bergwerksbesitzers Karl Gieseler, die mit ihrem Ehemann 1849 in die USA auswanderte, ist eine der Galionsfiguren der Frauenbewegung in den USA.

Sprockhövel..  „Frauen brauchen ein Recht auf Bildung!“ Die Forderung der Hiddinghausenerin Mathilde Friederike Anneke (1817-1884) hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Tochter des Bergwerksbesitzers Karl Gieseler, die mit ihrem Ehemann 1849 in die USA auswanderte, ist eine der Galionsfiguren der Frauenbewegung in den USA.

Vor zwei Jahren wurde der Anneke-Preis in Anerkennung ihrer Bemühungen um die Interessen von Frauen im 19. Jahrhundert gemeinsam von den Städten Sprockhövel und Hattingen erstmals ausgelobt. Ging die erste Auszeichnung an die Frauen des „Sprockhöveler Salons“ und blieb damit in der Region, hat das Werk der Mathilde Franziska Anneke inzwischen landesweit Anerkennung gefunden. Mit der 85-jährigen Gerta Baltissen aus dem niederrheinischen Brüggen wurde das Lebenswerk einer Frau ausgezeichnet, die sich schon lange ehrenamtlich auf Landesebene für die Interessen von Frauen einsetzt. „Weil Bildung das A und O ist, habe ich in meinem Haus eine Frauenbibliothek eingerichtet, die öffentlich zugänglich ist“, skizziert die Preisträgerin 2013 das, wofür die Jury sie jetzt auszeichnete. Die Bürgermeisterin von Hattingen, Dr. Dagmar Goch, Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid sowie Dr. Mechthilde Vahsen, und Ingrid Telsenmeyer (Frauen.Ruhr.Geschichte) haben als Mitglieder der Jury die Wahl von Gerta Baltissen befürwortet. BM Walterscheid würdigte den Mut, gesellschaftliche Gegebenheiten und Traditionen kritisch zu hinterfragen. Er sei als Humanist beeindruckt gewesen von der Botschaft der jungen Feministin Anneke: „Die Vernunft befiehlt uns, frei zu sein“, zitierte er Anneke. Im Bemühen um Frauenbildung, für die Gerta Baltissen ihre Privaträume zur Verfügung stellt, sieht Walterscheid eine Fortführung der emanzipatorischen Ideen. Dr. Dagmar Goch würdigte die Tatsache, dass Frauenarbeit als politisches Handlungsfeld in der Region einen so großen Stellenwert habe. Die Preisträgerin freut sich über einen Geldpreis in Höhe von 1000 Euro und eine Zeichnung aus dem Atelier der Sprockhöveler Künstlerin Isa Zinkler.

Die Preisträgerin war in Begleitung ihrer Familie sowie der stellvertretenden Brüggener Bürgermeisterin Anni Terporten angereist. Zur Frauenquote in Unternehmen merkte Anni Terporten an: „Ich möchte keine Quotenfrau sein, sondern wegen meiner Qualifikation gewertschätzt werden“, machte sie unmissverständlich klar.

 
 

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