Hobeuken wird zur Hundeschule

Foto: Fischer
Ehrenamtliche Mitarbeiter der Aktion „Helfer auf vier Pfoten“ bringen den Grundschülern der zweiten Klasse den richtigen Umgang mit Tieren bei.

Sprockhövel..  Zur Begrüßung und wenn ein Hund sich freut, wedelt er mit dem Schwanz. Schon falsch. Manfred Höppner bringt Grundschulkindern den richtigen Umgang mit den Vierbeinern bei. „Wenn ein Hund seine Rute hin und her bewegt, ist das erst einmal nur ein Zeichen von Erregung“, erklärt er den Schülern der zweiten Kasse der Grundschule Hobeuken.

„Helfer auf vier Pfoten“ heißt das Projekt, dass die tierische Unterrichtseinheit ermöglicht. Ehrenamtlich engagierte Hundebesitzer kommen mit ihren besonders freundlichen und geduldigen Vierbeinern zu den Kindern, um ihnen den richtigen Umgang mit den Tieren beizubringen. „Balu hat für diesen Job erst eine Begleithunde-, dann eine Besuchshundeausbildung absolviert“, erzählt die freiwillige Helferin Nanny Mehlich und streichelt ihrem gutmütigen Golden Retriever über den Kopf.

„Den theoretischen Teil haben wir schon vergangene Woche abgearbeitet“, erinnert Höppner die Zweitklässler. Kurze Wiederholung: „Man darf den Hunden nicht in die Augen starren. Sonst denken sie, dass man kämpfen will“, sagt ein Schüler mit ernster Mine. „Und man soll nicht vor Hunden weglaufen, sondern stehenbleiben“, fügt ein anderer hinzu. Die wichtigsten Regeln fest im Gedächtnis verankert, kann es nun an die Praxis gehen.

Ein Spaziergang über den Schulhof steht auf dem Programm. Zuerst werden die Leinen der drei Zwergschnauzer Amy, Holly und Lissy in Kinderhände gedrückt. Etwas mulmig wird den Schülern zumute, die es gleich mit den großen Rassen zu tun bekommen. Vor allem Leonberger-Dame Shani beeindruckt mit ihrem Körperbau und dem zotteligen Fell. „Ich habe zwar einen Labrador-Schäferhund-Mischling daheim, aber Shani ist doch noch etwas größer“, berichtet Celina und gibt die Hündin, nachdem sie gemeinsam eine kleine Runde über den Pausenhof gedreht haben, sichtlich erleichtert wieder an ihre Besitzerin zurück. „Ich habe zwar keine Angst vor Hunden, aber wenn man sie noch nicht richtig kennt, ist man lieber etwas vorsichtiger“, sagt die Siebenjährige und hat damit nicht Unrecht. Jonas (7) startet mit Balu, den Arm weit ausgestreckt, um dem treu dreinblickenden Vierbeiner nicht zu nahe zu kommen. Nach wenigen Metern fasst er Vertrauen, sieht, dass Balu ihm bereitwillig folgt und findet Gefallen an der Aufgabe. „Ich habe sonst ein bisschen Angst vor großen Hunden, aber Balu ist ganz lieb und hat gar nicht gezogen“, stellt er freudestrahlend fest und verteilt zur Belohnung ein Leckerchen.

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