Hilfe für Kinder

40 Kinderschutzpunkte in Sprockhövel: Elke Kubitsch. Foto; Udo Kreikenbohm
40 Kinderschutzpunkte in Sprockhövel: Elke Kubitsch. Foto; Udo Kreikenbohm
Foto: WAZ

Sprockhövel.. „Notinseln“ sollen Schutz bieten für Kinder. Aufkleber mit bunten Kindergesichtern zeigen, in welche Geschäfte oder Einrichtungen Kinder gehen können, wenn sie sich bedroht fühlen.

Das Projekt der Hänsel-und-Gretel-Stiftung kostet Geld. Die Nachbarstadt Hattingen hat dafür im Jahr 2006 einen Franchisevertrag abgeschlossen und einmalig 3500 Euro gezahlt für die Rechte, Layout Ausstattung und Internetauftritt. Sprockhövel hat einen anderen Weg gewählt.

Seit dem Jahr 2008 gibt es dort die Kinderschutzpunkte – Orte, wo Kinder Hilfe bekommen. Ein blaues Dach mit einem Kind darunter fordert auf: „Komm rein – wir helfen Dir“. Dazu kooperiert der Kinderschutzbund Hattingen-Sprockhövel (KSB) mit der Stadt auf Initiative zweier Geschäftsfrauen. „Die Frage war, warum es keine Notinseln in Sprockhövel gibt“, sagt Elke Kubitsch vom KSB. Die Notinseln kosten aber Geld. Eine Alternative ergab sich, als die Stadt den KSB kontaktiert habe. „Ich bin von Geschäft zu Geschäft gelaufen“, sagt Elke Kubitsch. Sie hat das Projekt erläutert, Info-Material mit Anweisungen und wichtigen Telefonnummern verteilt. Mit ihrer Unterschrift erklären sich die Teilnehmer bereit, vom KSB erarbeitete Verhaltensweisen einzuhalten. Die Mitarbeiter des KSB arbeiten ehrenamtlich, Kosten entstehen durch die Kinderschutzpunkte nicht.

40 Kinderschutzpunkte gibt es Niedersprockhövel, Haßlinghausen, Hiddinghausen und Herzkamp. Vier oder fünf Absagen seien dabei gewesen. Für Elke Kubitsch eine gute Quote. Regelmäßig frage sie nach, wie die Aktion ankommt. Es gebe keine dramatischen Vorfälle, aber die Kinder würden auf die Plakate reagieren, weiß Elke Kubitsch von Geschäftsleuten.

 

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