Großbrand in Sprockhövel zerstört Fabrikationshalle

Foto: WAZ Foto-Pool
Das Gebäude einer Aluminium verarbeitenden Firma ist abgebrannt. Die Feuerwehr ist dabei, die Löscharbeiten abzuschließen. Eine Warnmeldung an die Bevölkerung wegen der Rauchentwicklung wurde aufgehoben. Es gibt keine Anzeichen für die Freisetzung von Giftstoffen.

Die Halle einer Aluminium-verarbeitenden Firma in Sprockhövel (WKW Automotive) ist am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr aus ungeklärter Ursache in Brand geraten und weitgehend zerstört worden. Die Feuerwehr hatte wegen der starken Rauchentwicklung die Anwohner zeitweise aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nachdem entsprechende Messungen ergeben haben, dass offenbar keine Giftstoffe durch das Feuer freigesetzt wurden, konnte die Warnmeldung am Nachmittag wieder aufgehoben werden.

Die Halle - ein fast neues Gebäude - brannte rasch lichterloh. Die Feuerwehr der Stadt Sprockhövel war mit allen Kräften im Einsatz und musste Unterstützung von Einheiten aus der gesamten Umgebung anfordern. Insgesamt waren nach Angaben von Feuerwehrsprecher Arno Peters rund 200 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Zwischenzeitlich war das Dach der Halle eingestürzt. Erst am frühen Nachmittag war das Feuer unter Kontrolle. Die abschließenden Arbeiten wie das Abpumpen des Löschwassers und möglicherweise gefährlicher Flüssigkeiten aus der Halle und die Bekämpfung verbliebener Brandnester dauern bis morgen an.

Messungen der Fachleute ergaben keine Hinweise auf Giftstoffe

Die Rauchentwicklung war enorm und viele Kilometer weit sichtbar - zeitweise war auch der Verkehr auf der naheliegenden A1 und A46 beeinträchtigt. Fachleute der Feuerwehr und des Landesumweltamtes haben Luft- und Gewässermessungen vorgenommen. Da in der Firma Aluminium verarbeitet wird und Chemikalien gelagert waren, hatte man zuerst befürchtet, dass der entstandene Rauch und die Asche nicht ungefährlich für die Anwohner sein könnten. Die Messungen hätten jedoch keinerlei Anzeichen für eine Gefährdung ergeben, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Zudem hat das Ordnungsamt der Stadt Sprockhövel umgehend Spiel- und Sportanlagen in der Umgebung kontrolliert - und auch dort keine Verunreinigungen festgestellt. Derzeit gehen die Fachleute davon aus, dass die niedergegangene Asche lediglich von Dämmstoffen und vom zerstörten Dach verursacht wurde - und ebenfalls keine gefährlichen Stoffe enthält. Rußablagerungen können demnach mit normalen Reinigungsmitteln abgewaschen werden, hierbei sollten Handschuhe verwendet werden, empfiehlt die Feuerwehr.

Bezüglich der Brandursache kann erst nach einer genauen Untersuchung Klarheit geschaffen werden. Nach jetzigem Erkenntnisstand ist bei dem Brand niemand verletzt worden. In der Halle wurden Aluminiumteile unter anderem für die Autobranche hergestellt.

 
 

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