Flüchtlingshilfe will effektiver werden

Foto: Flüchtlingshilfe
Bessere Organisation soll Zusammenarbeit der Engagierten verbessern. Projekte wie Frühlingsfest, Kochkursus oder Yogagruppe sollen entstehen.

Sprockhövel.  Die 250 Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe Sprockhövel wollen ihre Arbeit noch professioneller und effektiver gestalten. Das ist das Ergebnis einer Tagung im evangelischen Gemeindehaus am Perthes-Ring. Wie bisher sollen bürokratische Strukturen vermieden werden. „Unsere Stärke sind Spontaneität und Flexibilität“, waren sich die Freiwilligen einig.

„Es ist fantastisch, was wir in nur einem halben Jahr auf die Beine gestellt haben“, sagte Koordinatorin Miriam Venn, „wir können selbstbewusst auf dieser Leistung aufbauen. Ohne euren Einsatz hätte unsere Stadt den Geflüchteten sicherlich nicht in so beeindruckender Weise willkommen heißen können.“ Man wolle auch weiter auf Augenhöhe mit der Stadtverwaltung zusammenarbeiten, lege aber Wert auf Unabhängigkeit. Die Kooperationen mit den Jugendzentren, Kirchen und vielen Vereinen in Sprockhövel zeigten, dass in Sprockhövel an einem Strang gezogen werde.

Die Bilanz der Flüchtlingshilfe kann sich sehen lassen: Kleiderkammer, Sprachkurse, Betreuung durch Paten, Kinderbetreuung, Café Miteinander, Repair-Café, Frauentreff, Musikprojekte, Sportangebote gemeinsam mit den ortsansässigen Sportvereinen, Vermittlung von Praktika und Arbeitsplätzen sind nur einige von vielen Aktivitäten.

Auf der Tagung wurden auch neue Projekte angeschoben. Es soll ein Frühlingsfest geben, die „Topfgucker“ werden regelmäßig gemeinsam kochen, andere wollen gemeinsam Musik machen oder Museen besuchen, eine Yogagruppe soll entstehen. Die Liste der neuen Projekte ist lang und alle Bürger sind eingeladen mitzumachen. Insbesondere für die offene Spiel- und Krabbelgruppe freitags von 15 bis 16.30 Uhr im Jugendzentrum Haßlinghausen sucht man noch Helfer.

Bei der Tagung berieten Arbeitsgruppen über Stärken der bisherigen Arbeit und Verbesserungsmöglichkeiten. Zukünftig soll Doppelarbeit vermieden werden, kleinere Teams wollen Arbeitskonzepte entwickeln, regelmäßigere Austausche sollen die Zusammenarbeit stärken. Auch über die Gründung eines Fördervereins wird nachgedacht. Er soll Spenden einwerben und für ihre sinnvolle Verwendung sorgen. „Wir sind bisher großartig unterstützt worden, dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Miriam Venn, „aber wir brauchen auch weiter finanzielle Hilfe. “

 
 

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