Eine Welle von Protest

Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel.. Die geplante Erhöhung der Eintrittspreise für das Freibad (wir berichteten) sorgt für Ärger. Vor der beschließenden Ratssitzung am kommenden Donnerstag melden sich der Förderverein des Freibades und die selbstständigen Physiotherapeuten mit Offenen Briefen an den Rat zu Wort.

Der Förderverein des Freibades schreibt, er sei „nicht bereit, eine weitere Erhöhung – noch dazu in dieser Höhe – hinzunehmen“. Der Preis einer Saisonkarte für Erwachsene etwa soll von 120 auf 170 Euro steigen. Auch an anderer Stelle finden sich deutliche Worte. „Wir fordern Saisonkartenpreise auf maximal dem Niveau des Jahres 2011. Unter dieser Voraussetzung sind wir auch weiterhin bereit, dem Freibad die Treue zu halten.“ Auf Anfrage erklärte der Vorsitzende des Fördervereins, Kurt Offermann, diese Passage bedeute nicht, dass sich der Förderverein zurückzöge, sollte die Eintrittspreiserhöhung wie geplant den Rat passieren. „So weit sind wir noch nicht“, so Offermann.

Er sagt, die bisherigen Preiserhöhungen und fehlende Flexibilität der Öffnungszeiten wegen fehlenden Personals hätten zur Abwanderung vieler Freibadbesucher geführt. „Dadurch hat das Bad ein Einnahmeproblem.“

Auch die Kommunikation mit der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGS) ist Gegenstand der Kritik. Man erwarte auf Seiten des Fördervereins „andere Kommunikationsformen, getragen von einer Kultur der Achtung und Wertschätzung“, heißt es im Brief. „Ich bin seit 1999 Vorsitzender“, sagt Kurt Offermann. „In dieser Zeit hatten wir ganz andere Partner, da gab es einen Dialog.“ Der Förderverein fühle sich von der ZGS nicht gehört.

Schon jetzt habe der Förderverein viele negative Reaktionen wegen der neuen Kostenstruktur bekommen. „Das Bad hat noch gar nicht geöffnet, und schon ist die Enttäuschung da“, sagt Kurt Offermann. Er glaube nicht, dass sich an der Entscheidung der Politik im Rat am Donnerstag etwas ändere. „Ich habe wenig Hoffnung, aber wir müssen uns ja äußern.“

Auch die selbstständigen Physiotherapeuten Christina Schwoerer-Böhning, Rudy Meeus und Katrin Schubert tragen mit ihrem Offenen Brief an den Rat zur Diskussion bei. „Das Freibad trägt als gemeinschaftliche Sportstätte zur Förderung unserer Gesundheitsressourcen bei“, mahnen sie die Politik. Auch sie sehen die Existenz des Freibades durch die Preispolitik bei unflexiblen Öffnungszeiten gefährdet. „Als Physiotherapeuten sind wir täglich in Kontakt mit Menschen , die gern in ihre Gesundheit investieren. Allein hierin liegt ein großes finanzielles Potenzial, das nutzbar gemacht werden kann.“

Ihre Vorschläge: Man solle mehr investieren, mehr Flexibilität bei den Öffnungszeiten an den Tag legen, so dass auch Berufstätige ins Bad können, und die Entwicklung von Alternativveranstaltungen fürs Freibad in Angriff nehmen.

 
 

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