„Ein ohrenbetäubender Knall“

Foto: WAZ
Blitzeinschlag steht als Unglücksursache an der Schultenbuschstraße fest.

Sprockhövel.. Am Tag nach dem Brand an der Schultenbuschstraße in Niedersprockhövel steht ein Blitzeinschlag als Ursache fest. Die Bewohner kehren zurück und schauen sich den Schaden an.

Zum Glück, sagt Bewohnerin Eva Butterfield, habe sich in der Wohnung, in die der Blitz eingeschlagen hat, niemand befunden. Die Mieter seien dabei gewesen umzuziehen und hätten deswegen auch schon einen Teil der Möbel ausgeräumt.

„Ich war im Garten und bin dann reingegangen und habe mir etwas zu essen gemacht“, erzählt Eva Butterfield am Tag nach dem Unglück. „Es hat geregnet und gehagelt, aber es war nicht schlimmer als sonst“, sagt sie. „Dann gab es einen ohrenbetäubenden Knall“, sagt sie und macht dabei eine öffnende Bewegung mit den Händen. „Ich bin sofort aufgesprungen.“ Sie habe sich dann von ihrer Wohnung im Souterrain auf den Weg zur Vermieterin gemacht, die auch im Haus lebt. Die habe sie aber schon an der Wohnungstür abgefangen, weil sie nach ihr habe sehen wollen – vom Brand hatten beide Frauen bis dahin noch nichts gemerkt.

Das änderte sich, als sie auf dem Weg in die oberste Etage waren. Da kamen Nachbarn und warnten sie, dass es im Haus brenne. „Dann bin ich noch schnell in die Wohnung und habe Portemonnaie, Bankkarte und Akten geholt“, sagt Eva Butterfield – und dann kam die Feuerwehr mit großem Aufgebot.

Mittlerweile war das Bauordnungsamt am Haus und hat sich den Schaden angeschaut. „Eine Wohnung ist so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie nicht mehr bewohnbar ist“, sagt Ordnungsamtsleiter Thomas Mai. Am frühen Donnerstagnachmittag waren Gutachter der Versicherung da und haben sich ein Bild von der Lage gemacht. Auch die Polizei war am Unglücksort. „Der Blitzeinschlag steht als Brandursache fest“, sagt Sprecher Dietmar Trust. Der Schaden werde auf etwa 80 000 Euro geschätzt.

„Ich habe unwahrscheinliches Glück gehabt“, sagt Eva Butterfield. In ihre Wohnung sei nur sehr wenig Löschwasser eingedrungen. Bis klar ist, wann das Haus wieder bewohnbar ist – im Moment gibt es keinen Strom und kein Wasser – ist sie bei ihrem Bruder untergekommen.

 

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