Bürgerinitiative lässt Umwelteinflüsse prüfen

Die Planung der Ortsumgehung / Umgehungsstraße der L 70 n werden von der Bürgerinitiative abgelehnt.
Die Planung der Ortsumgehung / Umgehungsstraße der L 70 n werden von der Bürgerinitiative abgelehnt.
Foto: WAZ FotoPool
Zum Artikel „Klageverfahren dauert an“ vom 2. August erreichte die Redaktion eine Stellungnahme der „Bürgerinitiative gegen den Bau der L 70n“.

Sprockhövel..  Zum Artikel „Klageverfahren dauert an“ vom 2. August erreichte die Redaktion eine Stellungnahme der „Bürgerinitiative gegen den Bau der L 70n“.

Initiativmitglied Martin Debold: „Wie wir schon immer geglaubt haben, geht es der Stadt primär nicht um die Entlastung der Hauptstraße. Das als Wohngebiet angedachte Gebiet Hilgenstock/Tackenberg wird wieder als Gewerbegebiet geführt, um als Grund für den Bau der L70n in einem Bittbrief an die NRW-Ministerpräsidentin als Argument für den Bau der Umgehungsstraße zu fungieren.“ Damit werde eine neue Situation geschaffen, die den Sprockhövelern in ihrer Konsequenz nicht bekannt sei, vermutet Debold. Durch die Einrichtung eines Gewerbegebiets Hilgenstock/Tackenberg nehme Lkw-Zielverkehr auf der Wuppertaler Straße zu. Hinzu käme, so Debold weiter, dass durch den Bau der L70n eine mautfreie Parallel-Strecke zur A43 zwischen Witten und Wuppertal entstehe, die aktuell nur durch das „Nadelöhr“ Hauptstraße verhindert werde.

„Wurde bis heute mit einer Entlastung der Hauptstraße argumentiert, haben wir es mit einer Belastung der Bürger in ihren angrenzenden Häusern und Wohnungen mit Lkw-Verkehr in unserem Dorf Niedersprockhövel zu tun. Und dies von der Bochumer Straße bis nach Herzkamp“, betont Martin Debold.

Direkt betroffen wären außerdem Anlieger der Haßlinghauser Straße, Mühlenstraße, Börgersbruch, Wuppertaler Straße, Am Eicken, Am Westen, Homberstraße, Schulstraße und Bahnhofstraße, „dies ist ein Drittel des Stadtgebietes in Niedersprockhövel“, unterstreicht die Initiative.

Nach Debolds Meinung wurde in den Gutachten der Planungsbehörde (Regierungspräsident Arnsberg) mit „unrichtigen Verkehrszahlen“ operiert. Er kündigt zudem an, die Auswirkungen auf die genannten Straßen bezüglich einer Mehrbelastung durch Feinstaub, Stickoxide und Lärm überprüfen zu lassen.

 
 

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