Anstrengend, aber lohnenswert

Die Pfadfinder hatten am Wochenende viel Spaß bei ihrer Weihnachtsbaum-Aktion in Niedersprockhövel.
Die Pfadfinder hatten am Wochenende viel Spaß bei ihrer Weihnachtsbaum-Aktion in Niedersprockhövel.
Foto: WAZ FotoPool
Pfadfinder holten gegen Spende ausrangierte Weihnachtsbäume ab

Sprockhövel..  Die Heiligen Drei Könige sangen längst ihre Lieder und schon seit Tagen verstreut der einst prächtige Weihnachtsbaum bei jedem Luftzug seine Nadeln auf dem Teppich. Die Zeit der Weihnachtsbäume ist vorbei. Da kamen die Pfadfinder der DPSG St. Januarius (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) gerade recht. Am Samstag gingen sie – gestärkt von einem Frühstück – auf Tour durch das Niedersprockhöveler Stadtgebiet und sammelten im Zuge ihrer Weihnachtsbaumaktion die ausrangierten Bäume ein.

Natürlich schellten sie nicht willkürlich an Haustüren. Wer seinen Baum an die Pfadfinder loswerden wollte, meldete das vorher telefonisch oder per E-Mail an. Ganz umsonst war dieser besondere Service nicht. Für den Abtransport der Bäume nahmen die jungen Pfadfinder eine Spende von drei Euro entgegen. Das so eingesammelte Geld wird für die Jugendarbeit genutzt, zum Beispiel zur Bezuschussung des Ferienlagers, das in diesem Jahr in England aufgeschlagen wird. Die eingesammelten Bäume wiederum lagern noch bis Ostern an einer Tierpension und werden in einem großen Feuer verbrannt. „Wir sammeln jedes Jahr bis zu 300 Bäume“, erzählte Timo Potberg. Seine Prognose: „Das Feuer wird ziemlich lange brennen.“ Bei der Weihnachtsbaumaktion, die es seit fast 20 Jahren gibt, unterstütze Potberg auch immer wieder gerne das Team der Jugendlichen. „Normalerweise stehe ich eigentlich in der zweiten Reihe.“

Das Schleppen lohnt. Bis in die frühen Abendstunden waren die Pfadfinder beschäftigt. Dabei kommt jedes Jahr ein guter Batzen Geld zusammen. „Etwa 700 Euro“, schätzte Potberg. Alle ziehen an einem Strang. Jenni (14) ist das dritte oder vierte Mal dabei. In einer Gruppe von sieben Jugendlichen holte sie bis zur Mittagspause, die alle Pfadfinder gemeinsam im Gemeindehaus der Kirche St. Januarius verbrachten, 23 Bäume ab. Weit laufen mussten sie dafür nicht. „Wir waren hier in den anliegenden Straßen unterwegs“, ergänzte die 17-jährige Loreena. Julia und Melissa, beide 19 Jahre alt, sind davon überzeugt, dass die Pfadfinder egal welchen Alters wissen, wie wichtig diese Baumaktion ist. „Selbst mein Bruder, der wegen einer Entzündung nichts tragen darf, ist hier und unterstützt uns“, erzählte Melissa. Die Nachmittage, in denen sie die Baumaktion vorantreiben, seien zwar immer anstrengend. „Aber sie machen auch Spaß“, waren sich die beiden einig.

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