Anpfiff für ersten Integrations-Cup Hattingen-Sprockhövel

Das Organisationsteam des Integrations-Cups mit unbegleiteten Minderjährigen: Maria Dill, Oliver Zastrow, Bernd Kalle, Diana Achmerow (v.l.).
Das Organisationsteam des Integrations-Cups mit unbegleiteten Minderjährigen: Maria Dill, Oliver Zastrow, Bernd Kalle, Diana Achmerow (v.l.).
Foto: Fischer / Funke Foto Services
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Vereinsmitglieder kicken für einen guten Zweck. Die Idee hatte das Phönix-Ambulante-Jugendhilfe-Team.

Der erste Integrations-Cup Hattingen-Sprockhövel startet am Sonntag, 31. Juli. Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) stellen dann ebenso Mannschaften wie Sprockhöveler und Hattinger Sportvereine. Und: Alle spielen auf dem Platz der TSG Sprockhövel für einen guten Zweck, denn Überschüsse, die erwirtschaftet werden, gehen an „Hattingen solidarisch“ und Merlin e.V.

Die Idee hatte das Team von Phönix - Ambulante Jugendhilfe aus Hattingen um Bernd Kalle (59), der auch schon das Benefizkonzert zugunsten der Hattinger Tafel organisiert hatte. Phönix betreut unbegleitete minderjährige Asylsuchende. „Eigentlich entstand die Idee vor drei Wochen, wir haben dann angefangen zu organisieren“, sagt Maria Dill (27) von Phönix. „Wir hatten fast das Gefühl, dass die Menschen auf so etwas gewartet haben, denn die meisten sagten spontan zu“, berichtet Bernd Kalle.

Etwa zwölf Mannschaften hätten sich schon gebildet, erklärt Oliver Zastrow (32) von Phönix: „UMA aus verschiedenen Einrichtungen machen mit, von uns, von HAZ, Caritas, der Jugendbildungsstätte Welper, von ,Aufwind’ in Kooperation mit dem Intensivpädagogischen Dienst.“ Zudem stellten die Vereine TSG Sprockhövel, SG Welper, Hedefspor und SC Obersprockhövel Mannschaften. Gespielt wird im Kleinfeld mit sieben gegen sieben Spieler.

Viel Freizeit in Organisation gesteckt

„Die UMA sagen oft, dass sie der Gesellschaft dankbar sind und etwas zurückgeben möchten. Gleichzeitig wollen wir die Integration fördern“, sagt Kalle. Einige der UMA spielen bereits in Vereinen, andere spielen ein Instrument, viele besuchen Angebote des Ferienspaßes und das Haus der Jugend. „Sie gehen in die Schule, viele in die Berufsschule“, so Kalle. Zwischen 14 und 18 Jahren sind sie alt.

Alfred Schulte-Stade spendet Geflügelwürstchen, das Autohaus Smolczyk hilft mit Geld, die Tombola ist von Unternehmen und Restaurants in beiden Städten gut bestückt. Es gibt Waffeln, Getränke, Gegrilltes. Das Bündnis für Familie sorgt für Medaillen, der Kreissportbund stiftet den Pokal.

Gegen 15 Uhr tritt eine Gruppe aus Jasmins Tanzstudio auf, außerdem ein Clown. Der Eintritt von 13 bis 18 Uhr ist frei. „Wir hoffen, dass viele Unterstützer kommen, denn dann kommt für Hattingen solidarisch und Merlin Geld zusammen“, sagt Kalle. Er und sein Team haben viel Freizeit in die Organisation gesteckt und hoffen, dass es bei Erfolg auch einen zweiten Integrations-Cup gibt. „Vielleicht können die Einrichtung ihn reihum organisieren“, denkt Maria Dill voraus.

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