Zwei Polizisten mit Eisenstange zusammengeschlagen

Zwei Polizisten sind in Oberhausen von mehreren Tätern mit einer Eisenstange zusammengeschlagen worden.
Zwei Polizisten sind in Oberhausen von mehreren Tätern mit einer Eisenstange zusammengeschlagen worden.
Foto: WAZ FotoPool
Mit einer Eisenstange haben mehrere Täter am Dienstagabend in Oberhausen zwei Polizisten zusammengeschlagen. Die Beamten mussten zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Die Suche nach den Tätern verläuft bislang erfolglos.

Oberhausen. Zwei Polizisten sind am Dienstagabend in Oberhausen zusammengeschlagen worden. Gegen 21.45 Uhr wurden sie zu einem Einsatz zur Knappenhalde gerufen. Ein Bürger hatte die Polizei daraufhingewiesen, dass in einer Art Feldweg auf der bewaldeten Kohlenhalde Drogen konsumiert würden.

Nach ihrem Eintreffen attackierten mehrere Täter sofort die Beamten und schlugen mehrfach mit einer Eisenstange zu. Ein Polizist wurde von der Eisenstange so heftig getroffen, dass er bewusstlos zusammensackte. Der zweite Polizist konnte sich halbwegs in Sicherheit bringen. Als die Verstärkung eingetroffen sei, waren die Täter bereits geflüchtet.

Schwere Kopfverletzungen

Die beiden Polizisten wurden so dabei so stark am Kopf verletzt, dass sie mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen und dort stationär behandelt wurden. Einer der Beamten liegt aktuell mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation.

Die Polizei suchte daraufhin unter anderem mit einem Hubschrauber nach den Tätern - bislang vergeblich. Ein Zeuge, der die Polizeibeamten vor dem Einsatz auf der Knappenstraße angesprochen hatte, wird nun dringend gebeten, sich mit der Polizei Oberhausen unter 0208/8260 in Verbindung zu setzen.

"Hinterhältige Tat"

Innenminister Jäger bezeichnet den Vorfall in einer Pressemitteilung als "hinterhältige und verabscheuungswürdige Tat". Es sei völlig inakzeptabel, dass Polizistinnen und Polizisten im Dienst durch gewalttätige Straftäter verletzt werden“, sagte der Minister in Düsseldorf. „Ich wünsche den beiden Kollegen, dass sie das Krankenhaus bald wieder verlassen und bei ihren Familien sein können."

Die Polizei stellt derweil eine zunehmende Respektlosigkeit, fehlende Anerkennung staatlicher Institutionen sowie eine niedrige Hemmschwelle bei der Gewaltanwendung gegenüber Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten fest. Deshalb will Jäger die professionelle Aus- und Fortbildung der Polizisten weiter forcieren und eine gute technische Ausstattung gewährleisten. Zudem würden ab diesem Jahr 1400 Polizeianwärter in NRW neu eingestellt. Das seien 300 mehr als in den vergangenen Jahren, so der Innenminister.(we)

 
 

EURE FAVORITEN