‘Wunderschule’ in Oberhausen-Lirich startet im Sommer

Nein, das Handy ist auch in der neuen Wunderschule nur bei Unterrichtsprojekten erlaubt.
Nein, das Handy ist auch in der neuen Wunderschule nur bei Unterrichtsprojekten erlaubt.
Foto: WAZ FotoPool
Die zusammengelegte Emscher- und Katharinenschule in Oberhausen-Lirich tragen ab dem neuen Schuljahr den gemeinsamen neuen Namen ‘Wunderschule’. Die Umbenennung folgt nicht nur dem Straßennamen sondern soll auch positives Denken vermitteln

Oberhausen.. Mit einem neuen Namen startet die vor kurzem gegründete Gemeinschaftsgrundschule in Lirich ins Schuljahr 2014/2015. Der Rat hatte im Schulentwicklungsplan 2011 - 2015 im Oktober 2011 beschlossen, die an der Wunderstraße 15 ansässigen Grundschulen Emscher- und Katharinenschule aufzulösen und hierfür eine vierzügige Grundschule neu zu gründen. Die Bezirksregierung hatte dieser Schule dann den Namen „Schule an der Wunderstraße“ zugeteilt.

Das stieß auf wenig Gegenliebe bei den Schülern, Eltern, Lehrern und den anderen Mitarbeitern. Sie sprachen sich mehrheitlich für eine Umbenennung der Schule in „Wunderschule“ aus. Dem schloss sich die Schulkonferenz im Februar dieses Jahres an – mit elf Stimmen bei einer Gegenstimme. Auch die Bezirksvertretung Alt-Oberhausen hatte keine Einwände gegen den neuen Namen. Und so wird die neue Schule zum Schuljahr 2014/2015 ihren neuen Namen bekommen – Wunderschule. Das besagt die Beschlussvorlage der Bezirksvertretung.

Projektwochen und Kulturveranstaltungen

In der Umbenennung sieht die Schule einen passenderen Bezug zu ihrem pädagogischen Konzept als Kultur-Schule mit neuen Möglichkeiten für Projektwochen und Kulturveranstaltungen. Neben dem Lehrstoff soll den Kindern auch eine gewisse Sensibilität und ein positives Denken vermittelt werden. Das werde durch den Namen „Wunderschule“ unterstützt, der positive Assoziationen weckt. Die örtliche Identifikation durch die Aufnahme der Straße in den Schulnamen bleibt erhalten und wird sogar verstärkt. Zudem nennen schon jetzt die meisten Eltern und Kinder der Umgebung, aber auch außerschulische Partner die Schule „Wunderschule“.

In der einstigen Emscherschule lernen Schüler vieler Nationalitäten und Religionen seit dem Schuljahr 1997/1998 mit Kindern mit den Förderschwerpunkten Sprache, geistige Entwicklung, Lernen, emotionale und soziale Entwicklung. Seit dem Schuljahr 2005/2006 gibt es den „offenen Ganztag“. Schon vor der Zusammenschließung gab es eine Kooperation mit der katholischen Konfessionsschule Katharinenschule.

Weniger Grundschüler

Im Mai 2011 hatte der damalige Schuldezernent Reinhard Frind die Schließung und Zusammenlegung von Schulen so erklärt: „Die Zahl der derzeit 2000 Grundschüler pro Jahrgang reduziert sich bis 2015 um 250 Schüler. Das sind immerhin zehn Klassen.“

Nicht nur in Lirich wurden aus zwei Schulen eine: Ebenso wie der Emscher- und der Katharinenschule erging es der Grundschule Schmachtendorf mit der Dunkelschlagschule, der Astrid-Lindgren-Schule mit der Johannesschule in Alt-Oberhausen und der Dietrich-Bonhoeffer- mit der Kardinal-von-Galen-Schule in Tackenberg.

 
 

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