Wohnmobile aus Oberhausen für Individualisten

Blick in einen Transporter, den das Unternehmen zu einem Wohnmobil umgebaut hat. Hinter den Rücksitzen ist noch ein Raum für Motorräder.
Blick in einen Transporter, den das Unternehmen zu einem Wohnmobil umgebaut hat. Hinter den Rücksitzen ist noch ein Raum für Motorräder.
Foto: Lars Fröhlich
  • Die Oberhausener Firma Sawex hat sich auf den Umbau von Transportern spezialisiert
  • Sie rüstet Fahrzeuge nach dem persönlichen Wunsch des Kunden um
  • Ein kompletter Innenumbau ist innerhalb von sechs Wochen möglich

Oberhausen.  Ein Wohnmobil, in dem zwei Motorräder Platz haben, ein bis zwei Personen schlafen und kochen können und es auch im Winter warm haben, ist schon ein sehr individuelles Gefährt. Gerade auf solch individuelle Anforderungen und Wünsche hat sich Slawomir Pietron mit seiner Firma Sawex, die auch Kfz-Werkstatt und Autogas-Umrüster ist, spezialisiert. Seit fünf Jahren baut er auf Basis von Transportern verschiedener Hersteller wie etwa Fiat, Peugeot, Mercedes oder Skoda komplett eingerichtete Wohnmobile.

Das erste Fahrzeug, das er in ein Wohnmobil umbaute, war für ihn selbst. „Ich habe einen Lieferwagen umgebaut und es hat gut geklappt“, erzählt der 36-Jährige. Was auf dem Markt war, sei ihm einfach zu klein und zu teuer gewesen. Bei ihm koste ein Umbau ab 15 000 Euro, wenn der Kunde selbst einen Lieferwagen mitbringt. Pietron kann aber auch einen gebrauchten besorgen, dann beginnt der Preis bei 20 000 Euro. Das sei aber immer noch deutlich günstiger als ein Wohnmobil im Handel. „Außerdem sehen die doch fast alle gleich aus, die Inneneinrichtung ist irgendwie immer gleich.“

Neue Sitze, neue Möbel, neue Lackierung

Rund sechs Wochen brauche er mit seinem kleinen Team bis zur Fertigstellung. „Wir zerlegen das Fahrzeug in tausend Teile, nehmen den alten Aufbau ab, bauen Fenster und Dachluke ein, installieren Heizung, Wasser, Gas, montieren ein Hochdach. Außerdem fertigen wir neue Sitze, stellen in unserer Schreinerei die Schränke und das Bett her, machen die kompletten Verkleidungen, legen einen Boden, bauen einen Kühlschrank und einen Herd ein.“ Solar- und Satelliten-Anlagen gibt es natürlich auch. Und eine neue Lackierung erhält der Kunde auf Wunsch ebenfalls. Außerdem regelt sein Unternehmen den ganzen Papierkram, wenn es beispielsweise darum geht, den ehemaligen Laster in ein Wohnmobil umzumelden.

Grundsätzlich bietet er drei verschiedene Umbauvarianten an, die sich nach Größe des Fahrzeugs, der Ausstattung und im Preis unterscheiden: Milena, Laila und Aneta. Besonderen Wert legt Pietron darauf, dass die ehemaligen Transporter nach dem Umbau beim Fahren im Innenraum deutlich leiser sind. „Man muss sich einfach ganz bequem unterhalten können.“

Seit er mit der Umrüstung vor fünf Jahren begonnen hat, könne er sich über mangelnde Kundschaft nicht beklagen. Immer wieder kämen Wohnmobilisten vorbei, um sich beim ihm zu erkundigen. „Manche machen sogar auf der Fahrt in den Urlaub einen kurzen Abstecher zu uns, sogar sonntags standen schon etliche hier.“ Die Camping- und Caravanbranche verzeichnet seit Jahren einen stetigen Zuwachs. Wenn es so weiter geht, muss es Pietron und seinen Mitarbeitern um die Zukunft nicht bange sein.

Nähere Informationen auf www.wohnmobile-oberhausen.de

 
 

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