Werkbundsiedlung feiert 30-jähriges Bestehen

Angefangen hat alles mit der Idee des damaligen Planungsdezernenten Hans Otto Schulte sowie des Architekten Werner Ruhnau, eine Werkbundsiedlung am Ruhrufer zu erbauen. Mittlerweile feiert die kleine Siedlung im Stadtteil Alstaden ihr 30-jähriges Bestehen.

Anlässlich des Jahrestages wurde der kleine Marktplatz inmitten der Siedlung mit einer Urhebertafel versehen, eigenhändig angebracht von Initiator Schulte.

Das Projekt „Stadtmauer“, das schließlich den Grundstein für die Siedlung legte, entstand im Rahmen eines Wettbewerbs des deutschen Werkbundes NRW, eine Vereinigung von Architekten, Künstlern, Unternehmern und Sachverständigen. Die Architektengruppe rund um Werner Ruhnau überzeugte mit ihrem Projekt einer ökologisch und unter Selbstbestimmung entstandenen Siedlung. Hans Otto Schulte wollte die „Stadtmauer“, die eigentlich auf Essen zugeschnitten war, in Oberhausen verwirklichen.

Gemeinsam mit den 25 Familien, die sich hier eine Existenz in Form eines Hauses aufbauen wollten, ging es an die Umsetzung. Die Bodenbelastung durch die angrenzende Zeche Alstaden bekamen die Planer in den Griff, Änderungswünsche der Siedler nahmen die Architekten entgegen. „Wir wollten die geplanten Übergänge von Häuserblock zu Häuserblock, eine Art Brücke, aus Sicherheits- und Kostengründen nicht verwirklichen“, erzählt Reiner Gall, ehemaliger Sprecher der Siedlergruppe.

Dennoch konnte die Idee der Stadtmauer verwirklicht werden, diese wird allein durch die Häuser verkörpert. Das mache die Siedlung schließlich zu etwas Besonderem, sagt Hans Otto Schulte. „Es ist eine innovative städtebauliche Leistung gewesen. Andere Städte haben das nicht geschafft.“

 
 

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