„Wege“-Ausstellung führt nach Oberhausen

„Wolgograd – Stalingrad“, Thema der Foto-Collagen von Edith Kreth-Finkeißen in der Galerie KiR.
„Wolgograd – Stalingrad“, Thema der Foto-Collagen von Edith Kreth-Finkeißen in der Galerie KiR.
Foto: Funke Foto Services
Drei Künstler zeigen ihre Sichtweisen auf die Welt. Eine Ausstellung mit Bildern, Objekten und Fotografien in der Galerie KiR belebt die Innenstadt.

Oberhausen.. Nachdem während des Sommers die internationalen Kontakte der Kunstinitiative Ruhr eine Rolle spielten, gibt nun im Herbst die regionale Szene in der Galerie KiR, Elsässer Straße 21, wieder den Ton an: Edith Kreth-Finkeißen, Gisela Kirch-Thürmer und Wilfried Thürmer zeigen bis zum 22. November dort Arbeiten zum Thema „Wege“.

Die gut besuchte Vernissage am Sonntagabend zeigte einmal mehr, dass die Galerie die Innenstadt belebt: Sie bringt Leute zusammen und miteinander ins Gespräch.

Gedanken zum Thema der Ausstellung gab der Philosoph Alexander Wiehart den Besuchern mit auf den Weg. Gleichzeitig führte er in Edith Kreth-Finkeißens Werke ein, die sie im Schaufenster und auf der linken Galerie-Wandseite präsentiert. Am Beispiel ihres schwebenden Objektes „Der Faden“ wies Wiehart auf die Doppeldeutigkeit des Themas Wege hin. „Der Faden selbst bildet hier ein Labyrinth, Wege eröffnen uns neue Perspektiven, begrenzen uns aber zugleich in unserer Beweglichkeit.“ Das Faden-Werk besteht, für die Künstlerin typisch, aus unterschiedlichen Materialien wie Pappe, Watte, Stoff und Holz und fügt sich, trotz miteinander streitender Komponenten, doch zu einem harmonischen Ganzen mit höchst anziehender Wirkung zusammen.

„Kein Weg ist nur schlecht oder nur gut“

„Warum müssen wir uns überhaupt immer wieder auf den Weg machen, immer wieder aufbrechen?“ Wiehart: „Wir können nicht anders, sind Reisende auf der Welt.“ Künstler auch. Sie lassen andere teilhaben an ihren Reiseerlebnissen.

Mit Acryl auf Leinwand malt Gisela Kirsch-Thürmer. Ihr Motto: „Kein Weg ist nur schlecht oder nur gut.“ Sie zeigt, wie sich die Natur die Stadt zurückerobert, wie Baumwurzeln in Häuser eindringen und der Ozean die Stadt zu vernichten droht. Ein düsteres Szenario in leuchtenden Farben. Ihre Bilder sind auf der rechten Galerie-Wandseite zu sehen.

„Im kleinen Kabinettchen“, wie er sagt, im hinteren Teil der Galerie, zeigt Wilfried Thürmer Fotografien. Sein Anliegen ist es, das Auge des Betrachters „umzulenken auf scheinbar Nebensächliches“. Aus dem Kontext herausgelöst und in Szene gesetzt, kann zum Beispiel ein Teelicht besondere Strahlkraft erzielen.

 

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