Oberhausen

Warum Oberhausen Angst vor Wahlverweigerern hat und welche Konsequenzen das für die Stadt haben könnte

In Oberhausen haben zuletzt viele Menschen nicht gewählt. (Symbolbild)
In Oberhausen haben zuletzt viele Menschen nicht gewählt. (Symbolbild)
Foto: imago
  • In Oberhausen lag die Beteiligung bei den letzten Bundestagswahlen bei unter 70 Prozent
  • Das könnte negative Konsequenzen für die Stadt bedeuten

Oberhausen. Es sind nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl. Am Sonntag entscheidet Deutschland darüber, wer künftig das Land regiert.

In Oberhausen hält sich die Vorfreude darauf allerdings in Grenzen. Grund ist die geringe Wahlbeteiligung bei den letzten beiden Bundestagswahlen 2013 und 2009. Damals hatten jeweils über 30 Prozent der Stimmberechtigten ihre Wahl verweigert.

Ein möglicher Grund: Die unterschiedliche Wahlbeteiligung zwischen Arm und Reich. „Ärmere und Geringgebildete bleiben bei Wahlen viel häufiger fern. Je ärmer ein Stadtteil ist, desto geringer fällt die Wahlbeteiligung aus“, sagte etwa der Osnabrücker Politologe Prof. Armin Schäfer gegenüber der WAZ.

Politik könnte sich an Besserverdienenden orientieren

Am Beispiel Oberhausen lässt sich das gut veranschaulichen. Im ärmeren Stadtteil Lirich-Süd lag die Beteiligung bei 56 Prozent, im wohlhabenden Sterkrade-Nord dagegen bei 81 Prozent.

Deswegen könnte die Gefahr bestehen, dass sich die Parteien eher an den Besserverdienenden orientieren und die Probleme der anderen Bürger vernachlässigen.

„Gehen Sie wählen und stärken Sie die Demokratie“

„Gerade in sozialschwächeren Vierteln sollten Bürger unbedingt zur Wahl gehen, um gehört zu werden“, sagt Jochen Kamps, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt.

Außerdem könnten Parteien wie etwa die AfD von einer niedrigen Wahlbeteiligung profitieren. Gerade deswegen ruft auch der Unternehmerverband nun alle Oberhausener zum Wählen auf.

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„Gehen Sie wählen und stärken Sie die Demokratie! Wir wünschen uns, dass Parteien im Bundestag vertreten sind, die die freiheitliche-demokratische Grundordnung achten“, erklärte Vorstandschef Wim Abbing der WAZ.

Für populistische und extremistische Parteien zu stimmen, sei Gift für die Wirtschaft in Oberhausen.

Den ganzen WAZ-Artikel kannst du hier nachlesen.

(fr)

 
 

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