Oberhausen

Warum es eine dumme Idee ist, Eintrittskarten auf Facebook zu posten

Ein Selfie deiner Eintrittskarte kann schnell dazu führen, dass du das Konzert verpasst.
Ein Selfie deiner Eintrittskarte kann schnell dazu führen, dass du das Konzert verpasst.
Foto: imago/Fotoarena
  • Du bist stolz auf ein erworbenes Ticket?
  • Du willst eine Karte im Internet verkaufen?
  • Dann solltest du sie trotzdem nicht auf Facebook posten
  • Denn am Ende könntest du dadurch draußen bleiben

Oberhausen. Du machst die Post auf und endlich ist es da: Das heiß ersehnte Eintrittskarte für das Konzert, auf das du schon seit Monaten hinfieberst.

Und um deine Freunde und am besten die ganze Welt so richtig neidisch zu machen, fotografierst du sie ab und postest das Bild auf Facebook. Jeder soll wissen: Du bist der geile Hecht, der ein Ticket für das Hammer-Konzert oder das Fußballspiel des Jahres ergattert hat.

Du gefährdest den Besuch des Konzerts

STOPP! Besser zweimal nachdenken. „Das Posten von Eintrittskarten im Internet ist eine sehr blöde Idee“, sagt Florian Wels, Pressesprecher der König-Pilsener-Arena Oberhausen.

Denn: Der Eintritt in fast alle modernen Hallen und Stadien erfolgt durch ein Drehkreuz mit Barcode-Scanner. Stellst du deine Eintrittskarte ins Internet, kann damit Schindluder getrieben werden. Das gilt nicht nur für Postings aus Stolz oder Langeweile, sondern auch, wenn du die Karte verkaufen willst.

Klipp und klar: Druckt jemand das Foto deiner Karte aus und stellt sich halbwegs geschickt an, kommt er damit rein. Und noch schlimmer: Du bleibst draußen.

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„Nachdem ein Barcode einmal gescannt wurde, ist er entwertet“, stellt Wels klar. Kommst du anschließend mit deiner Originalkarte, wirst du zurückgewiesen. „Auch, wenn das Ticket eindeutig echt ist, können wir denjenigen nicht reinlassen. Denn keiner kann ausschließen, dass die Karte auf irgendeinem Weg wieder nach draußen gereicht wurde, um jemanden rein zu schmuggeln.“

Verdecke wenigstens den Barcode

Die Oberhausener KöPi-Arena hat sich deshalb ein besonderes Sicherheitssystem ausgedacht. „Bei uns gibt man die Eintrittskarte dem Sicherheitspersonal am Eingang. Der Mitarbeiter scannt das Ticket für dich. So reicht nicht der Barcode, die ganze Karte muss schon täuschend echt aussehen“, erklärt Wels.

In den meisten Arenen ist das anders. Keiner guckt, was für einen Barcode du da gerade unter den Scanner hältst. Und wenn du ein sogenanntes „Print at home“-Ticket zum selber Ausdrucken gepostet hast, hilft auch die zusätzliche Sicherheitskomponente nichts.

Garantieren kann dir niemand, dass du nach einem Selfie mit deiner Eintrittskarte noch reinkommst. Deshalb empfiehlt Wels: Am besten die Karte gar nicht posten. Und wenn du es doch dringend machen willst, verdecke wenigstens den Barcode.

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