Volkshochschule Oberhausen strahlt vor lauter Glück

Gudrun Mattern
Mit Glücksbringern, Glückskeksen und Glückskarten:  VHS-Leiterin Gesa Reisz und Fachbereichsleiter Astrid Schröder und Matthias Ruschke.
Mit Glücksbringern, Glückskeksen und Glückskarten: VHS-Leiterin Gesa Reisz und Fachbereichsleiter Astrid Schröder und Matthias Ruschke.
Foto: Tom Thöne
Schwerpunktthema fürs kommende Jahr stimmt auch das Mitarbeiter-Team fröhlich. Zum Auftakt gibt es eine glückliche Foto-Ausstellung und Kabarett.

Oberhausen. Glück im Spiel, in der Liebe, Mutter- oder Vaterglück, die glückliche Kindheit, Glück, das auf der Straße liegt, der Glücksbringer. Glücklich machen kann auch ein leckeres Essen oder ein mit Bier gefüllter Kühlschrank. So jedenfalls haben es die Mitglieder der Fotofreunde von Thyssen-Krupp gesehen und mit der Kamera eingefangen. Ihre Ausstellung mit viel kunstvoll in Szene gesetztem Glück eröffnet am Freitag, 28. August, um 17.30 Uhr das Volkshochschuljahr, dessen Schwerpunktthema das Glück sein wird.

Passend dazu präsentiert Kabarettist Wendelin Haverkamp am gleichen Abend um 19 Uhr sein Programm „Denken ist Glückssache“. Karten (10 Euro) dafür sind noch zu haben. (T. 825-2385).

„Als das Thema feststand, hat jeder Fachbereich sich eingebracht“, sagt VHS-Leiterin Resa Reisz. Von Vorträgen über Lesungen, einer Kino-Reihe reicht das Glücks-Angebotspaket bis hin zu philosophischen und politischen Betrachtungen: „Die Oberhausener sollen angeregt werden, sich mit ihrer eigenen Lebensplanung und -gestaltung auseinanderzusetzen, denn auch dafür sind wir als Volkshochschule zuständig“, sagt Reisz. „Wir betrachten das Glück aus unterschiedlichen Blickwinkeln.“ Schön wäre es, wenn die Anregungen dazu führten, dass Leute Lust bekämen, sich zu engagieren.

Kinoreihe und Sachgeschichten

„Es sind schon einige Leuchttürme dabei“, sagt Matthias Ruschke, Leiter des Fachbereichs Gesellschaft, Politik, Mensch. „Etwas um die Ecke gedacht“ sei die Diskussion zum Thema „Kiffen“ mit Jugendrichter Andreas Müller schon. Jedoch gehöre ausgerechnet der Mann, dem viele bei seinen Urteilen besondere Härte unterstellen, zu den Befürwortern einer Legalisierung von Cannabis. „Die Diskussion hat in der Gesellschaft wieder Fahrt aufgenommen und Befürworter wie Müller kommen auch aus Richtungen, wo man es nicht vermuten würde“, sagt Ruschke. „Wir sind eine der ersten Städte, wo Andreas Müller auftritt, um sein neues Buch ,Kiffen und Kriminalität’ vorzustellen (23. 11., 18 bis 20 Uhr).

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„Etwas um die Ecke gedacht“ mag ja auch die Kinoreihe sein, in der Filme vorgestellt werden, die von bekannten Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft ausgesucht wurden und anmoderiert werden. Motto: Wenn Joints Leute glücklich machen können, so kann das ein Kino-Erlebnis auch. Eine wesentliche Rolle spielt das Thema Glück in der Psychiatrie. Psychopharmaka werden auch als Lifestyle-Droge zur Steigerung des Wohlbefindens verschrieben. Sachgeschichten übers „Glück auf Rezept“ stellt Autorin Dr. Michaela De Groot in einer Veranstaltung vor (26.10.). Selbst die Wirtschaft ist im Glücksreigen vertreten: Der Frage, ob Glück als Staatsprinzip funktionieren könnte, geht Wirtschaftswissenschaftler Tobias Pfaff nach (1.12.). Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist das Konzept des Bruttonationalglücks in Bhutan.