Verdi sieht sich im Stimmungs-Aufschwung

Peter Szymaniak
Lädt zum großen Familienfest zum 10. Geburtstag von Verdi ins Zentrum Altenberg ein: Verdi-Bezirkschef Dieter Schäter.
Lädt zum großen Familienfest zum 10. Geburtstag von Verdi ins Zentrum Altenberg ein: Verdi-Bezirkschef Dieter Schäter.
Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen. Den europaweiten Stimmungswechsel zugunsten linker Positionen spüren auch die Gewerkschaften. Jetzt feiert Verdi Oberhausen/Mülheim seinen 10. Geburtstag mit einem großen Familienfest.

Die starken Mitgliedereinbrüche hat Verdi hinter sich, junge Leute mit heiklen Arbeitsverträgen interessieren sich wieder für Arbeitnehmer-Vertretungen, in Oberhausen/Mülheim sinkt die Zahl der 15.000 Mitglieder nur noch um jährlich ein Prozent. 10 Jahre wird Verdi jetzt alt, eine Fusion aus fünf Einzelgewerkschaften in den neoliberal geprägten Jahren, um Stärke zu beweisen.

„Im Vergleich zu früher sind wir heute in der Gesellschaft viel besser verwurzelt, haben viele Partner gewonnen, um für unsere Positionen zu kämpfen“, meinen Verdi-Bezirkschef Dieter Schäter und Verdi-Geschäftsführerin Henrike Greven.

Tanzworkshops

Viele Gründe zu feiern also: Zum runden Geburtstag lädt die zweitgrößte DGB-Gewerkschaft zum „Verdi-Familienfest“ am Sonntag, 11. September, alle Bürger ein: Von 12 bis 17 Uhr ist das Zentrum Altenberg an der Hansastraße 20 draußen und drinnen gemietet. Neben Interviews mit Gewerkschaftern, moderiert von Kordula Völker, führt die Feuerwehr Puppenbühne ihre Stücke auf (13.30/14.30 Uhr) und der Verdi-Film über Aktionen des Bezirks (12.30/14.30 Uhr) wird gezeigt.

Zudem starten Tanzworkshops für Kinder und Jugendliche ab 15 Uhr. Elke Wingarz und der Tänzer Omega (beide Tanzschule Fundance), letzterer bekannt aus dem Theaterstück des Ebertbades „Ganz oder gar nicht“, animieren die jungen Leute zu Hiphop-Schritten, Flashmob-Tänzen und kurzen Video-Clip-Choreographien von aktuellen Popnummern. „Wir wollen alle in Bewegung bringen“, meint Wingarz.

Baustelle Zukunft

Noch mehr Ehrgeiz entwickelt Greven: „Für uns sind die Tanzworkshops etwas Neues, wir wollen so Jugendliche zwischen 17 und 27 Jahren erreichen. Doch bei allen Neuerungen darf man nicht die Tradition vergessen. Und deshalb möchten wir alle auch gemeinsam singen.“ Ausgewählte Arbeiterlieder sollen den Bürgern, Funktionären und Bündnispartnern, darunter Handwerksmeister und IHK-Chefs, von den Lippen gehen.

Mitmachen sollen alle auch bei der Baustelle Zukunft mit Ideen für die Gewerkschaftsarbeit, und beim Bild-Puzzle, das aus selbst gemalten Stücken zusammengesetzt wird.