Veganes Essen steht nicht nur für Genuss

Langes Büfett: Die Regionalgruppe Oberhausen des Vegetarierbundes (VEBU) traf sich am Sonntag zum gemeinsamen Vegan-Brunch.
Langes Büfett: Die Regionalgruppe Oberhausen des Vegetarierbundes (VEBU) traf sich am Sonntag zum gemeinsamen Vegan-Brunch.
Foto: Funke Foto Services
Vegetarierbund trifft sich zum sonntäglichen Mitbring-Brunch. Fleischlose Kost ist schick geworden. Doch Massenprodukte sehen Veganer kritisch.

Oberhausen.. Warmes Wetter. Bei manchen erzeugt eine bestimmte Temperatur, eine Dosis Sonne einen Reflex: Grillen! Schon werden Kühltheken geplündert und Metzgereien ausgeräumt. Dabei kann sich ein Grillabend freilich auch ohne Fleisch gestalten lassen, wie die Regionalgruppe Oberhausen des Vegetarierbundes (VEBU) am Sonntag beim Veganen-Mitbring-Brunch im „Linken Zentrum“ erklärte.

Veganes Essen. In diesem Thema steckt, Pardon, „so viel Fleisch“, dass sich darüber regaleweise Bücher verfassen lassen. Das betrifft nicht nur Ideen für schmackhafte Gerichte. Vegane Küche, das bedeutet Verzicht auf tierische Produkte oder auf Waren, die einen tierischen Ursprung besitzen. Während Vegetarier in der Regel Kuh-Milch trinken, ist diese für Veganer tabu.

Gespräche über Ernährung und Tierschutz

Beim Veganen-Brunch reihten sich die Ergebnisse der Küchenkreationen aneinander. Martin Goeke vom veranstaltenden Vegetarierbund räumt aber mit einem Vorurteil auf: „Nein, zu uns dürfen auch Fleischesser kommen.“ Vielmehr gehe es darum, sich zu vernetzen und über vegane Ernährung und Aktionen für den Tierschutz auszutauschen.

Themen gibt es genug: So sehen die Teilnehmer des Sonntagsbrunchs neue vegane Lebensmittel-Serien von namhaften Fleisch- und Fischherstellern kritisch. „Mit den Erlösen finanzieren diese Firmen dann wieder ihre Regelproduktion.“ Der Grundgedanke der veganen Lebensweise rücke bei der populär werdenden Essenszubereitung oft in den Hintergrund. Schick statt nachhaltig. Dafür gibt es sogar schon einen Begriff: Vegan-Mainstream.

Alternativen für den Kuchen

Karin Schäfer erinnert sich noch gut an den Moment, als sie für sich entschied, vegan zu leben. „Bei einer Feier gab es Berge von Fleisch zu essen. Davor habe ich mich geekelt. Ich konnte keinen Bissen nehmen.“ Die vegane Küche helfe ihr, gesundheitsbewusster zu leben. Am Genuss mangele es nicht. Doch auch Fallen gibt es bei der Zubereitung: Etwa beim Kuchen, denn der enthält normalerweise Eier. „Das muss nicht sein. Bei vielen Kuchen kann man Eier mit Bananen, Sojamittel oder Sprudelwasser einfach umgehen“, sagt Martin Goeke.

Tofu-Brätlinge landeten beim Brunch auf dem Grill, doch vor allem kühle Salate waren gefragt. Ein Weizensalat lässt sich schnell fertigen: Weizenkörner über Nacht in Wasser aufquellen lassen. Danach aufkochen und garen. Mit Gurken, Möhren und frischer Petersilie anreichern und gut würzen. Ab in den Kühlschrank. Fertig!

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