Ungestörtes Paddeln auf dem Rhein-Herne-Kanal

Zum Geburtstag durfte sich die meistgenutzte Wasserstraße des Landes quasi einen Tag Urlaub nehmen: Zum Jubiläumsfest „100 Jahre Rhein-Herne-Kanal“ war der Kanal am Samstag von der Schleuse Duisburg-Meiderich bis zum Alten Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop für den motorisierten Schiffsverkehr gesperrt. Auf und an dem Gewässer bot sich den rund 20 000 Besuchern stattdessen ein buntes Programm mit Spiel, Sport, Mitmach-Aktionen, Musik und Theater.

Rein sportlicher Natur verging der Festtag in Oberhausen: Die Nordtriathleten der Sportvereinigung Sterkrade-Nord 1920/25 durchschwammen den Rhein-Herne-Kanal. Eine Strecke von sieben Kilometern zwischen der alten Schleuse Essen-Dellwig und der Schleuse Oberhausen legten sie im Staffel- und Einzellauf zurück. Der Oberhausener Kanu-Verein 1928 öffnete an der Lindner-straße seine Pforten.

Den ganzen Sommer über feierten die Anrainerstädte ihren Rhein-Herne-Kanal, angefangen mit einer großen Schiffsparade im April. Beim „Kanalleben“ am Samstag rückten Vereine, Museen, die zehn Anrainerstädte, das Wasser- und Schifffahrtsamt sowie der Regionalverband Ruhr Freizeit und Kultur am Kanal in den Fokus. Besucher konnten sich in der Trendsportart „Stand Up Paddling“ ausprobieren, ins Ruderboot steigen oder beim Arschbombenwettbewerb ins kühle Nass springen – trotz der eher herbstlichen Temperaturen. Als Koordinator des „Kanallebens“ hatte der Regionalverband Ruhr zum Strandpicknick in den Emscher Landschaftspark geladen.

Ihren musikalischen Abschluss findet das Jubiläumsjahr des Kanals am 27. September: Beim ruhrgebietsweiten Gesangstag „Day of Song“ reisen Chöre vom Schiffshebewerk Henrichenburg aus auf dem Kanal.

 
 

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