Treffen der Generationen

Foto: Katja Marquard
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Oberhausen. Die dunklen Regenwolken, die bei der offiziellen Eröffnung des Mehrgenerationenprojektes „Gute Hoffnung“ neben dem Technischen Rathaus in Sterkrade aufzogen, sollten keinen symbolischen Charakter haben.

Die zahlreichen Räume des Gebäudekomplexes sind trotz ihrer Größe nicht im trüb-dunklen Einerlei gestaltet, sondern hell und freundlich aufbereitet worden.

Gut beschirmt lauschten die Kirchenangehörige und interessierte Bürger am Samstag denn auch bei der offiziellen Eröffnung den Worten von Bezirksapostel Armin Brinkmann und Oberbürgermeister Klaus Wehling.

20 Millionen Euro hat die Kirche in das Projekt investiert, auf dem ehemaligen Gelände der Gute Hoffnungshütte sind eine Wohnanlage für Senioren, eine Kindertagesstätte, Gastronomie und Veranstaltungsräume entstanden. „Wir wollen die Räume nun mit Geist und Leben füllen“, sagt Bezirksapostel Armin Brinkmann. Dabei soll die Anlage nicht nur den Kirchenangehörigen, sondern allen Bürgern offen stehen. Ein Kernelement, das auch im Vorfeld von den Entscheidungsträgern in der Stadt durchaus gewünscht war. So wird es einen Veranstaltungsraum für etwa 200 Personen geben, der auch für private Feierlichkeiten buchbar ist. Ferner eröffnet am 21. Oktober das Bistro Café „Jahreszeiten“, das ebenerdig gelegen, neben der üblichen Getränkeauswahl auch Schlemmerfreunden eine moderate Speisekarte zur Verfügung stellen wird.

Vor den Türen der Gebäude wird derzeit noch gewerkelt. Eine umfangreiche Grünanlage soll dort ebenfalls allen Sterkradern als Innenstadt naher Erholungsort dienen.

Noch weist wenig darauf hin, denn große Sandhügel versperren derzeit die Sicht - oder wie Bezirksapostel Armin Brinkmann scherzt: „Wir denken noch über einen Buddelkasten für Senioren nach.“

Viele Bürger durften am Samstag auch die Räume der Seniorenwohnungen besichtigen. Die Bewohner sollen dort in Wohngemeinschaften von sechs bis sieben Personen untergebracht werden. Es sind eigene Einzelzimmer mit Schlafgelegenheiten vorhanden, die Logistik, wie Küche und Wohnzimmer, sollen hingegen gemeinschaftlich genutzt werden. Oberbürgermeister Klaus Wehling richtete die besten Wünsche der Stadt an das Projekt: Wehling sprach von einer Bereicherung für den Stadtteil. „Wir haben nun in Sterkrade einen Dreiklang: Mit Sterkrader Tor, Technischem Rathaus und dem Neubau Gute Hoffnung.“

Das neue Projekt, so ergänzt Brinkmann, soll sich an alle fernab der Konfession, des Alters oder der Herkunft richten.

 
 

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