Oberhausen

Tödlicher Streit in Oberhausen - Facebook-Nutzer geben Busfahrer eine Mitschuld - Polizei deutlich: „Er hat alles richtig gemacht“

Im Nachtbus war es zum Streit gekommen, später eskalierte die Auseinandersetzung: Nahe dem Centro Oberhausen gab es eine Messerstecherei, ein 28-Jähriger starb später an seinen Verletzungen.
Im Nachtbus war es zum Streit gekommen, später eskalierte die Auseinandersetzung: Nahe dem Centro Oberhausen gab es eine Messerstecherei, ein 28-Jähriger starb später an seinen Verletzungen.
Foto: Justin Brosch

Oberhausen. Die Polizei Essen ermittelt nach der tödlichen Messerstecherei in Oberhausen nahe dem Centro intensiv. In der Nacht zu Sonntag war ein Streit in einem Nachtbus der Linie 21 eskaliert - ein 28-Jähriger starb nach einer Messerstecherei an seinen Verletzungen.

Inzwischen hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen. „Bis spätestens Montagmitternacht muss entschieden sein, ob die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt oder nicht“, so Polizeisprecher Lars Lindemann gegenüber DERWESTEN.

In sozialen Netzwerken war zuletzt Kritik an der Polizei und auch am Busfahrer laut geworden: Einige Nutzer forderten, dass die Polizei Bilder aus möglichen Überwachungskameras des Busses veröffentlichen solle.

„Solche Mutmaßungen sind Quatsch“

Andere mutmaßten, dass der Busfahrer eine Mitschuld an der Messerstecherei habe, weil er die Streitenden an der Haltestelle „Im Lipperfeld“ aus dem Bus geworfen hatte. Dort war der Streit eskaliert. Zwei Menschen wurden niedergestochen, ein 28-Jähriger starb später an seinen schweren Hals- und Bauch-Verletzungen.

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„Solche Mutmaßungen sind Quatsch. Das sind meistens Behauptungen von Menschen, die ja gar kein Hintergrundwissen haben und die auch nicht dabei waren“, sagt Polizeisprecher Lars Lindemann. Bilder aus Überwachungskameras könne die Polizei auch nicht einfach so direkt veröffentlichen: „Da gibt es klare rechtliche Regelungen.“

„So viel haben wir offenbar nicht falsch gemacht“

Die weiteren Ermittlungen müssten jetzt klären, wie genau der Streit im Bus eskaliert war - über die Reaktion des Busfahrers könne man derzeit überhaupt keine adäquate Aussage treffen. „Wir werden uns an Spekulationen sicher nicht beteiligen“, so Lindemann.

Die Polizei hatte bereits am Sonntagabend drei Tatverdächtige festgenommen. „Wir gehen davon aus, dass es die Richtigen sind. So viel haben wir also offenbar nicht falsch gemacht“, sagt der Polizeisprecher. (pen)

 
 

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