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Schrecklicher Arbeitsunfall in Oberhausen: Firmeninhaber (58) schwebt in Lebensgefahr, toter Kollege (32) wird obduziert

Schrecklicher Arbeitsunfall in Oberhausen: Firmeninhaber (58) schwebt in Lebensgefahr, toter Kollege (32) wird obduziert

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Unter diesen Betonplatten sollen die beiden Arbeiter begraben worden sein. Foto: Justin Brosch
  • Tödlicher Arbeitsunfall in Oberhausen
  • Männer von Betonplatten begraben
  • 32-Jähriger stirbt, Obduktion soll Aufschluss geben

Oberhausen. 

Schrecklicher Unfall auf dem Gelände einer Hoch- und Tiefbaufirma an der Bergstraße in Oberhausen. Bei einem Arbeitsunfall am Samstagmittag wurden gegen 12.30 Uhr zwei Arbeiter unter einer Betonplatte begraben.

Erst nach zwei Stunden konnte die Feuerwehr mit schwerem Gerät und der Unterstützung eines Bergungskrans die beiden Arbeiter bergen.

Tödlicher Arbeitsunfall in Oberhausen

Wie die Stadt Oberhausen bestätigte, kam für einen der Arbeiter (32) jede Hilfe zu spät. Er erlag seinen Verletzungen. Eine Obduktion des 32-Jährigen soll mehr Klarheit bringen. „Das ist ein normaler Vorgang bei schweren Unfällen“, so ein Polizeisprecher.

Der Firmeninhaber (58) wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Bergmannsheil in Gelsenkirchen gebracht. Der verletzte Arbeiter sei während der Bergunsgarbeiten ansprechbar gewesen. Am Montagmittag teilte die Polizei mit, dass der Mann in akuter Lebensgefahr schwebe.

Unfallursache noch unklar – Kriminalpolizei ermittelt

Noch ist nicht klar, wie es dazu kommen konnte, dass die Betonplatten die beiden Männer unter sich begraben haben.

„Die Kriminalpolizei hat die polizeilichen Ermittlungen übernommen“, so Stadtsprecher Ralf Terlau. Zur Unfallursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. „Dafür ist es noch zu früh“, sagte ein Oberhausener Polizeisprecher. Auch das Amt für Arbeitsschutz ermittelt.

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Rettungshubschrauber nicht gebraucht

Es war ein schwieriger Einsatz für die Einsatzkräfte. Die Retter mussten vorsichtig vorgehen, da die Platten schlimmstenfalls hätten verrutschen können. So wäre die Bergung der Arbeiter noch schwieriger geworden.

Auch ein Rettungshubschrauber wurde alamiert. Er kam aber nicht zum Einsatz. Gerüchten, wonach der Hubschrauber nicht landen konnte, widersprach Stadtsprecher Ralf Terlau: „Der Hubschrauber ist in der Rheinischen Straße gelandet, wurde aber nicht gebraucht. Die Notärzte sind dennoch vor Ort geblieben.“

Unfall auf Firmengelände

Der Unfall ereignete sich auf einem Firmengelände. Die beiden Männer bauten dort eine Fertiggarage auf. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar.

Insgesamt dauerte der Rettungseinsatz der Feuerwehr ungefähr dreieinhalb Stunden. (fel/mb/mj/ms/dpa)