Tipps für die erste Fahrradtour des Jahres in Oberhausen

Marcel Sroka
Die Strecke entlang des Rhein-Herne-Kanals bietet sich gerade für Gelegenheitsfahrer an.
Die Strecke entlang des Rhein-Herne-Kanals bietet sich gerade für Gelegenheitsfahrer an.
Foto: Hayrettin Özcan
Im Frühling zieht es wieder viele Radfahrer auf die Straßen. Luftdruck der Reifen, Spielpausen für die Kinder und immer ein Regenschutz - Burkhard Schmidt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Cub gibt Ratschläge, wie sich Oberhausener für einen Ausflug mit dem Rad vorbereiten können.

Oberhausen. Strahlender Sonnenschein, deutlich über 20 Grad: Wenn wie Donnerstag das Wetter mitspielt, ist der richtige Zeitpunkt für die erste Radtour des Jahres gekommen. Burkhard Schmidt, Hobbyradler und Sprecher des ADFC in Oberhausen, gibt einige Tipps, wie der Drahtesel fit fürs Radeln gemacht werden kann und verrät seine Lieblingsstrecken.

„Einmal im Jahr sollte man sein Rad rundum durchchecken lassen“, empfiehlt er. „Das kann man im Fachhandel machen lassen, aber auch etwa bei der Fahrradstation am Oberhausener Hauptbahnhof.“ Wer lieber selbst anpackt, für den hat Schmidt eine kurze Checkliste parat: „Ganz zentral ist der Luftdruck in den Reifen.

Reifendruck und Fahrradkette überprüfen

Ein zu niedriger Druck ist der Hauptgrund für eine Panne.“ Mindestens drei Bar sollte dieser betragen. „Zudem sollte man vor dem Antritt einer Fahrt die Bremsklötze und Felgen mit Brennspiritus gesäubert haben.“ Auch die Fahrradkette sollte überprüft werden. „Auf meinen Fahrten erlebe ich es sehr oft, dass man bei anderen Fahrern aus Hunderten Metern Entfernung ein Quietschen hört.“ Der Grund dafür: Kein Öl oder Fett mehr auf der Kette.

Nun geht es an die Vorbereitung der eigentlichen Tour. „Gelegenheitsradfahrer sollten sich nicht direkt lange und schwierige Touren vornehmen. Eine kleine Runde – etwa vom Stadion Niederrhein den Rhein-Herne-Kanal entlang nach Duisburg – ist für jeden machbar.“ Auch für Familien.

Immer ausreichend Getränke mitnehmen

Für Ausflüge mit den Kindern hat Schmidt ebenfalls einige Kniffe parat. „Regelmäßige Spielpausen helfen ungemein, die Kinder zu motivieren. Wenn man den Kleinen ankündigt, dass in ein paar Kilometern der nächste Spielplatz wartet, ist das ein großer Ansporn.“ Aus eigener Erfahrung – Schmidt hat selbst zwei Kinder – weiß er zudem, „dass ein Eis eine wunderbare Belohnung darstellt“. Eine Fahrradtour mit mehreren Kindern kann zudem dazu führen, dass sie sich untereinander unterhalten und so erst recht keine Langeweile aufkommt.

„Was viele Gelegenheitsradfahrer unterschätzen, ist der Flüssigkeitsverlust. Bei Radtouren sollte man immer ausreichend Getränke dabei haben.“ Gerade bei höheren Temperaturen sei das unerlässlich. Das gleiche gilt auch für einen Regenschutz. „So kann man einem Wetterumschwung vorbeugen.“ Obligatorisch sei zudem ein Pannenset, so dass „gegebenenfalls ein Loch im Schlauch geflickt werden kann“.

Empfehlen kann Schmidt die Hoag Trasse und den Grünen Weg in Duisburg. „Zum Baldeney-See zu fahren, das Hexbachtal entlang, ist auch immer wieder ein schönes Erlebnis.“ Jeder sollte sich seine eigenen Wege suchen. „Ich kann nur raten, einen Fahrradplan zu kaufen und selbst Touren zu planen.“