Strick-Graffiti schmückt Kita-Eingang an der Almastraße

Strick-Graffiti an der Almastraße - über die bunten Farbtupfer freuen sich auch die Kinder des ev. Kindergartens.
Strick-Graffiti an der Almastraße - über die bunten Farbtupfer freuen sich auch die Kinder des ev. Kindergartens.
Foto: M. Dahlke
  • Projektteilnehmerinnen der Ruhrwerkstatt haben seit dem Sommer fleißig gehäkelt und gestrickt
  • Nun haben sie mit ihrer Strick-Graffiti den Kindergarten-Eingang an der Almastraße geschmückt
  • Die Frauen wollen so auch auf ihre Situation als Langzeitarbeitslose aufmerksam machen

Oberhausen.  Gut gehäkelte Aktion an der Almastraße: Das Projekt „Frau und Beruf“ der Ruhrwerkstatt setzt dort einen besonderen Akzent. Der Eingangsbereich des evangelischen Kindergartens wurde jetzt mit gehäkelten und gestrickten Stoffen geschmückt und bietet seit dieser Woche ein ansprechendes, buntes Flair.

Jennifer Engel, Teilnehmerin am Projekt „Frau und Beruf“, hatte die Idee dazu. Ihr Kind besuchte bis vor Kurzem den Kindergarten an der Almastraße. Das Kita-Team stimmte zu und so konnte die Verschönerungsaktion im Sommer auf den Weg gebracht werden.

Im Rahmen der Oberhausener GemeinWohlArbeit haben mehr als 20 Frauen mit Hilfe von „Frau und Beruf“ die Gelegenheit, Erfahrungen auf verschiedenen beruflichen Feldern zu sammeln. Nach oft langer Arbeitslosigkeit sind sie in unterschiedlichen Bereichen der Ruhrwerkstatt tätig. Die Maßnahme „Frau und Beruf“ wird vom Jobcenter finanziert. Ergänzend zu den Berufsfeld-Erkundungen gibt es einmal wöchentlich einen speziellen Projekttag, um sich in der Gruppe auszutauschen: Wie bekomme ich Familie und Arbeit unter einen Hut? Welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung gibt es? Welche Fort- und Weiterbildung ist nötig, um auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen? Diesen Projekttag nutzten die Teilnehmerinnen in den vergangenen Monaten nun auch für ihre ungewöhnliche Verschönerungsaktion:

Gehäkelt und gestrickt

Einmal wöchentlich wurde jeweils drei Stunden konzentriert gehäkelt und gestrickt. Es entstand ein buntes Patchwork-Stück aus synthetischem Stoff mit der Aufschrift „Alma KTE“; dazu stellten die Frauen weitere bunte Häkel- und Strickteile her, die nun ebenfalls die Stäbe des Eingangsgeländers an der Almastraße schmücken. Aus einem doch recht tristen Eingangsbereich ist ein buntes Areal geworden.

So ein „Strick-Graffiti“ sei eine Form der Street-Art, erläuterten die Frauen vor Ort. Es gehe darum, Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken zu verändern. Mit dieser Aktion möchten die Teilnehmerinnen nicht nur den Eingangsbereich an der Almastraße verschönern, sondern auch auf ihre persönliche Situation als Langzeitarbeitslose aufmerksam machen.

Eltern der Kita Almastraße haben das Projekt durch Wollspenden unterstützt. Da es sich um keine Schafswolle, sondern um synthetische Stoffe handelt, wird der Außenschmuck länger halten. Zumindest das Winterhalbjahr über soll die Dekoration als Aufmunterer und Blickfang dienen. Und in den kommenden Monaten kann man ja nicht nur an der Almastraße solch’ gut gehäkelte und gestrickte Farbtupfer bestens brauchen.

 
 

EURE FAVORITEN