Oberhausen

Die Stiche von der Kriebelmücke tun besonders weh: So schützt du dich am besten vor dem fliegenden Säbelzahntiger

kriebelmücke
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Foto: Archiv/Imago
  • Kriebelmücken in Deutschland auf dem Vormarsch
  • Expertin rät: Viel Haut bedecken
  • So kannst du dich schützen

Oberhausen. Die Kriebelmücke ist nur zwei bis sechs Millimeter groß - aber ihre Bisse haben es in sich.

Besonders an Gewässern, wo es feucht und schwül ist, sind die Kriebelmücken aktiv. Sie kamen aus Skandinavien nach Deutschland.

Kriebelmücke: So kannst du dich vor Stichen schützen

Doch wie kann man sich vor den Kriebelmücken schützen? DERWESTEN hat bei einer Expertin nachgefragt. Monika Zirngibl ist Gesundheitsingenieurin im Bereich Gesundheitswesen der Stadt Oberhausen.

Sie wurde selbst schon Opfer des nervigen kleinen Beißers. An einem Wasserlauf in ihrem privaten Garten wurde sie von einer Kriebelmücke gebissen. „Der Biss löste einen tagelangen Juckreiz aus, war sehr schmerzhaft und der Heilungsprozess zog sich über Wochen hin“, erzählt sie.

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Was kann ich tun um nicht gestochen zu werden?

Im Haus braucht man keinen besonderen Schutz: Die Kriebelmücke geht normalerweise nicht in Wohnungen. Auch sind sie tagaktiv (keine Gefahr in den Nachtstunden) und bei stärkerem Wind und niedrigen Temperaturen sind die Mücken ebenfalls kaum aktiv.

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Warum häufen sich derzeit die Fälle?

Die bevorzugte Nahrung der Kriebelmücke ist Vieh. Im Sommer befindet sich davon besonders viel auf den Weiden, entsprechend ist dann auch Hochsaison bei den auf Blutnahrung angewiesenen Mückenweibchen. „Bei schönem, schwülwarmen und schwachwindigem Wetter sind sie besonders aktiv“, erzählt die Expertin.

Was können Folgen von Stichen sein?

In Deutschland übertragen Kriebelmücken keine Krankheiten, jedoch können die Folgen sehr unangenehm werden: „Beim Aufsaugen des Lymphflüssigkeits-Pools injiziert die Kriebelmücke verschiedene Substanze“, erklärt die Gesundheitsingenieurin.

Die Folge: starker Juckreiz, Schmerzen an der Bissstelle und oft schlecht heilende Wunden, vor allem an Kopf, Armen und Beinen.

Aber das ist nicht alles. Kriebelmückenbisse hinterlassen noch nach Tagen typische etwa 3 Millimeter große Hauteinblutungen. Daraus können kleine eitrige Bläschen entstehen. Um die Stelle herum kann es außerdem zu Hautrötungen kommen.

Häufig sind damit auch Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl und Abgeschlagenheit als Begleiterscheinung.

Was sollte ich tun, wenn ich gestochen wurde?

Zirngibl empfiehlt nach einem Biss Kühlung und eventuell Cortisoncreme. Bei starken Schwellungen mit Schmerzen und Kreislaufproblemen sollten die betroffene Stelle ruhiggestellt werden und ein Arzt aufgesucht werden. Dass es zu einer bakteriellen Infektion kommt, ist eher selten.

Was eignet sich zur Vorbeugung?

Zur Vorbeugung helfen Abwehrmittel (sogenannte Repellents). Hier rät die Expertin aus Oberhausen zu Produkte mit den Wirkstoffen Deet oder Icaridin anstatt Mittel mit ätherischen Ölen wie Zitrus oder Eukalyptus. Sie wehren Mücken durch ihren Duft ab.

Das ist die Kriebelmücke

Kriebelmücken zählen zu den sogenannten „Pool Feeder“. Eine Kriebelmücke verfügt über ein säbelzahnartiges Mundwerkzeug, womit es die Haut öffnet, bis ein kleiner Pool aus Lymphflüssigkeit entsteht, den sie dann aufsaugt.

Mit dieser Art zu beißen können die Mücken nicht durch Kleidung hindurch „stechen“. Daher rät die Expertin: Wer sich draußen in Regionen mit vielen Kriebelmücken aufhält, zum Beispiel an Fließgewässern und insbesondere zur Morgen- und Abenddämmerung, bedeckt am besten möglichst viel Haut.

 
 

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