Steigerlied begrüßt bunte Schiffsparade

Die Schiffsglocke unterbricht das gesellige Tratschen am Ufer des Rhein-Herne-Kanals. Ein lautes Tröten klingt am Sonntagnachmittag wie Musik in den Ohren mehrerer Tausend Besucher am Kaisergarten. Der Kanal zeigt Kultur. 20 Ausflugsschiffe, teils mit bunter, girlandengeschmückter Reling, beenden am Park ihre Fahrt von Gelsenkirchen zur Rehberger Brücke.

„Glück auf, der Steiger kommt!“ Der gesungene Willkommensgruß am Ufer ist eine Hommage an die Region. Volker Buchloh, Leiter der Musikschule, verteilt noch wenige Momente vor der Ankunft persönlich kleine Liederfibeln. Das Mitsingen ist am Ufer ausdrücklich gewünscht.

Gäste aus Kanada schauen zu

Das städtische Kulturbüro hatte Sänger und Musiker eingeladen, die Ankunft der Boote mit Liedern vom „Day of Song“ zu begleiten.

Neben dem Ruhrgebiets-Song „Im Revier“ erschallte internationales Klanggut neben den Schlemmerständen an der Anlegestelle Kaisergarten: „We are the world“ von Michael Jackson und auch das türkische Volkslied „Üsküdara“ (Auf dem Weg nach Üskudar, einem Stadtteil von Istanbul).

Mit der Schiffsparade eröffnete der Rhein-Herne-Kanal seine Saison für den Personenverkehr. So bietet der Regionalverband Ruhr (RVR) mehrere Erlebnistouren an, eine Anlegestelle gibt es am Kaisergarten und auch in der Nachbarschaft in Bottrop/Essen-Dellwig.

Viele Gäste sicherten sich für die Ankunft der Schiffe einen guten Platz auf der Schwingbrücke „Slinky Springs to Fame“. Bei den natürlichen Bewegungen konnte manch sensible Landratte aber schon ein wenig seekrank werden.

Vor allem die Kinder waren von den Fahrgastschiffen, Motor-Yachten, Kajaks und Ruderbooten beeindruckt. So auch bei Familie Carment. Das Paar David und Milena wohnt eigentlich in Kanada. David Carment ist für ein halbes Jahr an der Uni Duisburg/Essen tätig. Da sie einen Kindergartenplatz in Oberhausen gefunden haben, nutzen sie das hiesige Freizeitangebot. „Die Kinder sind schon gespannt auf die großen Schiffe“, sagt Mutter Milena.

Im Ruhrgebiet fühlen sich die Besucher aus Carleton im kanadischen Ottawa wohl: „Es gibt hier viel zu sehen.“

 
 

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