Starkes Engagement für Schwache

„Alles Große in unserer Welt geschieht nur, wenn jemand mehr tut als er muss“: Mit einem Wort von Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer, begann Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz gestern ihre Lob- und Dankesrede auf das Ehepaar Christa und Gerhard Meyer. Bei einer Feierstunde im Rathaus überreichte sie den beiden das Bundesverdienstkreuz, das ihnen vom Bundespräsidenten verliehen worden war.

Früher war Gerhard Meyer Leiter des Jugendreferats des Evangelischen Kirchenkreises, Christa Meyer arbeitete als Verwaltungsangestellte und Gemeindeamtsleiterin der Evangelischen Pauluskirche in Lirich. 1998 traten beide in den Ruhestand – und wurden schon bald darauf wieder sehr aktiv, ehrenamtlich: Unter dem Eindruck der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl gründete Gerhard Meyer eine Initiative des Kirchenkreises für Kinder aus den verstrahlten Gebieten Weißrusslands. Deren Mitglieder organisieren seither für diese Kinder Erholungsreisen ins niederländische Scharendijke. Meyer hält noch heute regelmäßig Vorträge, um zu Spenden für das Projekt aufzurufen – und Christa Meyer unterstützt ihren Mann nach Kräften. Über drei Jahrzehnte leitete das Ehepaar auch ein Freizeitheim an der Nahe, in dem sozial benachteiligte Kinder und Familien preisgünstig unbeschwerte Tage verleben konnten. Auch im CVJM, in der Flüchtlingsarbeit und vielen anderen sozialen Belangen haben sich die beiden um das Gemeinwohl verdient gemacht.

 
 

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